EST
6Sep/17Off

5. Lauf der EST und 2Race in Liedolsheim vom 2-3 September 2017

  1. Lauf der EST in Liedolsheim: Mehr als 100 Starter bringen den Asphalt zum brennen…

 

Was für eine spannende Mischung bot dieses Rennwochenende. Ein großes internationales Fahrerfeld mit vielen Nationalitäten. Holländer, Franzosen, Belgier, Schweizer, Deutsche und ein Grieche! Ja, ein Grieche. Ihr habt richtig gelesen. Giannis Skertallis wollte sich seinen Lebenstraum erfüllen. Einmal EST mit seinen großen Vorbildern fahren! Er kratze sein Gespartes zusammen und machte sich auf dem Weg nach Deutschland. Hier angekommen, fehlte es an Allem. Helm, Kombi, Scooter, Ausstattung, usw.  Aber mit diesem tollen Fahrerfeld, war auch das Problem schnell gemeistert. Hilfsbereite Fahrer/Teams stellten spontan alles nötig zur Verfügung, damit der Lebenstraum, nicht nur ein Traum bleiben sollte. Und so stand Giannis Skertallis mit den Rookies gemeinsam am Start. Was für eine Irre Geschichte.

Aber auch sonst hatte dieses Rennwochenende viel für die Zuschauer zu bieten. Nachdem wir in SPA gemeinsam mit 2race.be den dritten Lauf ausgerichtet haben, hat uns diesmal die Rennserie in Deutschland besucht. Und so war der Zeitplan bis auf die letzte Sekunde ausgereizt. Insgesamt 7 große Klassen galt es zu organisieren. Aus der Rennserie von 2race waren insbesondere viele Motorräder und PitBike´s dabei, die nochmal viele zusätzliche interessante Rennklassen boten. Damit nicht genug, hatte die Rookies-Klasse einen richtigen tollen Zuspruch gehabt, in dem sich 31 Fahrer für den Start in Klasse 1 Rookies nannten.

Und damit nicht genug, sorgte auch das Wetter mit seinen dauernd wechselnden Witterungen für Spannung und Frustration zu gleich. Schon die Fahrerbesprechung fiel sprichwörtlich ins Wasser und wurde von Blitzen im Hintergrund begleitet. Trotzdem trotzen viele den Bedingungen und versuchten Bestzeiten im freien Training zu fahren. Mit dem 1. Zeittraining hörte es dann endlich auf zu Regnen und es machte sich Hoffnung breit, dass von nun an bessere Bedingungen herrschten. Bis zur gemeinsamen Klasse 4, Pitbike und Zweiräder. Ein Fahrzeug verlor derart viel Benzin, dass die ganze Strecke eingesaut wurde und erstmal großflächig mit Bindemittel abgebunden werden musste. Mit allen vorhandenen Besen und Kräften wurde gekehrt, sodass mit 30min Verspätung der Zeitplan wieder aufgenommen werden konnte. Leider zum Leid vieler Fahrer, da hierdurch das freie Training ausfallen musste. In so einer Situation steckt man einfach nicht drin. Die Qualifikationsläufe endeten mit folgender Startaufstellung jeweils für die ersten drei aller Klassen:

Klasse 1 – Rookies:  1. Loibl– 2. Richter – 3. Durchner

Klasse 2 – SuperSport:  1. Berktold – 2. Kückmann 3. Nabbefeld

Klasse 3 – Expert: 1. Monaya – 2. Harder - 3. Pohl

Die Klassen 6 – BMC-GP und Klasse 7 PitBike waren mit belgischen Klassen gemischt. A. Bähr in Klasse 6 dominierte seine Klasse und startete vor Bartsch und Kraus. Bei den PitBikes führte Fischer vor Dammert vor Natheis.

Achtung: Auf Grund der gemischten Klassen mit 2race.be werden wir nur von den EST-Fahrern berichten, um den Rahmen nicht zu sprengen.

Langstrecke:

Für die Langstrecke meldeten sich insgesamt 18 Teams. Die Bedingungen waren gut, die Strecke trocken. Die Aussichten für den Rennverlauf dagegen nicht und so wurden sicherheitshalber schon die Regenreifen bereitgestellt. Mit 7 Minuten Verspätung wurde das Rennen per Le-Mans-Start gestartet. TI-Scooterracing markierte für die EST die absolute Spitze. Auch während des Rennverlaufs zeichnete sich nie ab, dass ein möglicher Sieg in Gefahr sei. Besondere Aufregung war nach 70 Runden gegeben. Dort flog das Team Schwarzfahrer 2 nach Start und Ziel böse ab. Der Fahrer versuchte mehrmals aufzustehen, ging aber direkt wieder zu oben. Daraufhin unterbrach die Rennleitung das Rennen, sammelte das Fahrerfeld im Vorstart und konnte den verletzten Fahrer schnell versorgen. Durch zwei Krankenwagen vor Ort, einer muss immer frei sein, fiel die Zwangspause nur sehr kurz aus, sodass direkt wieder gestartet werden konnte. Spannung kam dann mit dem einsetzenden Regen auf. Erst leicht tröpfelnd, ergoß sich ein kleiner Monsum über die Strecke und sorgte für Hektik und Spannung durchs Reifen wechseln. TI-Scooterracing machte ein super Rennen und ließ sich den Sieg für die EST nicht mehr nehmen. Insgesamt 167 Runden absolvierte das Team und lag auch nur 5 Runden hinter dem belgischen Ersten. Dahinter landete das Team Schwarzfahrer mit 158 Runden. Team RMU konnte trotz langen Reparaturen immerhin noch 110 Runden absolvieren.

Renn-Sonntag:

Klasse 1 – Rookies: Ungewöhnliches Bild zu Beginn des Starts, der Meisterschaftsführende A. Dittmar startete von ganz hinten. Sonntagmorgen war dieser erst an die Strecke gekommen und konnte somit keine Qualifikation fahren. Warum er zu Recht an der Spitze der Meisterschaft stand, zeigte er beim durchpflügen des Startfeldes, welches 30 Fahrer stark war. Das Überholen war tatsächlich nicht so einfach. Denn die extremen Leistungsunterschiede die sich mit der Saison aufgebaut haben, sorgten dafür, dass Überrundungen schon früh zu Beginn des Rennens folgten. Aber auch dies war nicht so leicht, denn unterschiedliche Erfahrungsstufen trafen aufeinander. Da war auch Aufregung beim Streckenposten gegeben, die es z.T. sehr schwer hatten, den Überblick zu behalten. Insbesondere R. Richter bekam dies zu spüren. Beim Versuch zu überholen, stürzte dieser, da der Posten mit der blauen Flagge nicht so schnell hinterher kam. Er konnte zwar weiterfahren, fand sich aber schnell wieder im Überrundungsmodus, bei dem es dann ein weiteres Mal passierte. Er stürzte und musste in Folge dessen sein Fahrzeug im Infield mit technischem Defekt abstellen. Loibl nutze dies aus, um an die Spitze zu fahren. Doch Dittmar war schneller und holte sich noch Platz 1. Auf Platz 3 kam Stefanutto.

Im zweiten Rennen sollte das Bild nicht anders aussehen. Loibl auf dem Weg zum nächsten Sieg. Richter hinterher. Richter der Pechvogel des Wochenendes, musste jedoch mit technischen Problemen aufgeben, obwohl der einen sehr guten Speed hatte und seinen zweiten Platz in der Meisterschaft behaupten wollte. Durch den Doppelausfall und einem weiteren dritten Platz von Stefanutto, konnte dieser sich die Pos. 2 in der Meisterschaft sichern. Dittmar schaffte es dieses Mal nicht an Loibl vorbei und kam nur auf den zweiten Platz. Dennoch reicht dieses Ergebnis, um den Vorsprung in der Meisterschaft auf über 50 Punkte zu zementieren.

Herzlichen Glückwunsch an Alexander Dittmar zum vorgezogenen Meisterschaftsgewinn.

Klasse 2 – SuperSport:  Mit Spannung - im Hinblick auf die Meisterschaft - wurde das Rennen der SuperSport erwartet. Berktold mit 41 Punkten Vorsprung, stand kurz vor der Krönung. Aber dahinter wurde es eng. Brüggeshemke, Kückmann, Apostel und Schröder kämpften im Pulk um die Plätze 2 und 3. Der Saisonverlauf spiegelte sich auch in Liedolsheim wieder. Berktold raste in beiden Rennen dem Feld davon und sicherte sich den Sieg. Apostel behauptete sich im ersten Rennen auf Platz 2 gegenüber Nabbefeld, der eine starke Leistung zeigte und knapp mit Platz 3 unterlag. Auch Brüggeshemke hatte bis zum Schluss noch Hoffnung gehabt, kam aber an den Beiden nicht vorbei und belegte Platz 4 vor Beerhues. Kückmann musste mit technischem Defekt in Runde 5 passen.

Bevor das zweite Rennen startete, musste der Zweitplatzierte, D. Kückmann, in der Einführungsrunde passen und sein Fahrzeug mit technischem Defekt in die Box schieben. Hierdurch war die Bahn frei für Brüggeshemke, der an Nabbefeld und Apostel vorbeistach und sich wichtige Punkte für den sicheren zweiten Platz in der Meisterschaft sicherte. Berktold raste, wie beschrieben, zum Start-Ziel-Sieg. Platz 3 nahm Apostel vor Nabbefeld ein.

Herzlichen Glückwunsch an Florian Berktold zum vorzeitigen Meisterschaftssieg. Wir freuen uns auf Dich bei den Experts!

Klasse 3 – Expert: Ungewöhnliches Bild am Start zum ersten Rennen. Die ersten 3 Plätze blieben frei, da die Fahrer nicht rechtzeitig am Vorstart waren und von hinten starten mussten. So war die Bahn frei für A. Lukas. Mit 53 Punkten Vorsprung in der Meisterschaft, hatte er die Chance schon bei diesem Rennen den Sack zu zu machen. Einen wirklich guten Start konnte Harder verzeichnen, der sich schon früh auf Platz 2 katapultierte. Bevor es jedoch richtig losging, war es Monaya, der zu schnell am Fahrerfeld vorbeiwollte, um den verlorenen 1. Platz zurück zu erobern. Beim Versuch Irmscher zu überholen, war er zu übereifrig und rutsche beim Reinstechen weg und brachte Irmscher zu Fall. Dieser blieb auch erstmal benommen am Boden liegen. Besonders unglücklich war dies Manöver für Sperling, der direkt dahinter nicht mehr ausweichen konnte und ebenfalls stürzte und zu Boden ging und daraufhin auch für den Rest des Sonntags ausfiel. Das Rennen wurde daraufhin unterbrochen. Irmscher wurde kurz ärztlich begutachtet. Die Zeit nutzen die Helfer, um die Strecke wieder zu richten und zu kehren. Das Rennen wurde im Anschluss von den Positionen der letzten gemeinsamen Zieldurchfahrt wieder gestartet. Auch Irmscher war wieder dabei. Jetzt war es die Zeit von Monaya, der sich auf Platz 1 vorarbeitete. Zweiter wurde Lukas, der seinen Platz knapp vor Camoglu behauptete.

Im zweiten Rennen raste Monaya von Anfang an dem Feld davon. Camoglu landete auf Platz zwei. Lukas reichte der dritte Platz, da beide Schweizer nur Gaststarter waren und sicherte sich mit weiteren 50 Punkten vorzeitig  die Meisterschaft. Auf Platz vier landete Pohl vor Ong.

Herzlichen Glückwunsch Andreas Lukas zu einer tollen Saison und zum vorzeitigem Meisterschaftssieg!

Klasse 6 – BMC-GP: Mit drei Piloten ging es in den internationalen Fight mit 2race.be-Fahrern. In beiden Rennen sicherte sich Bähr die Führung vor Bartsch und Kraus. Dennoch waren es spannende Kämpfe, die sich die drei Piloten mit den belgischen Fahrern lieferten.

Auch Bähr ist vorzeitiger Meister, zu dessen Meisterschaft wir gratulieren. Nächstes Jahr gibt´s aber mehr Konkurrenz. J

Klasse 7 – PitBike: Dammert konnte auf Grund technischen Defekt nicht an den Start gehen. Und so lag es an Fischer, Natheis und Ebersbach die Fahne in der gemischten Klasse hochzuhalten. Ganz vorne mitfahren war nicht drin, aber eine tolle Leistung haben alle drei gezeigt. Die Zieleinfahrten in beiden Rennen waren für die EST in der Reihenfolge: Fischer, Natheis und Ebersbach.

 

Wir freuen uns auf den großen Abschluss am 14.Oktober in Jüterbog. Dort werden wir auch am Samstagabend die Meister der Klassen gebührend feiern und eine tolle Saison gemeinsam ausklingen lassen.

V.i.S.d.P. Andre Schwarz

(2.Vorsitzender EST)

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