EST
11Jun/17Off

Die Kampf nach den Punkten im zweiten Lauf der European Scooter Trophy 2017  in Cheb

Die Voraussetzungen für den zweiten Lauf in Cheb hätten nicht besser sein können. Sonne pur und ein nochmals vergrößertes Fahrerfeld in Vergleich zum verkühlten Saisonauftakt in Templin waren die Garanten für ein absolut gelungenes Motorsportevent in Tschechien, zu dem die EST e.V. am 27.05 und 28.05.2017 geladen hatte. Besonders erfreulich war die Entwicklung der Gaststarter. Insgesamt 11 TN durften wir zum zweiten Lauf in Cheb begrüßen. Und das Wetter versprach nicht nur Rennaction pur, sondern auch die Zeit für neue Bestzeiten.

Das dies nicht nur ein Vorgeschmack war, präsentierte eindrucksvoll Marc Harder in der Klasse 3 Expert im Zeittraining. Er unterstrich die erste Erwartungshaltung mit einer Fabelzeit von 50.164 im zweiten Zeittraining. Damit belegte er ein weiteres Mal, dass es unter Idealbedingung extrem schwer sein wird, diesen Fahrer zu schlagen. Insgesamt war der Kampf um die vordersten Plätze in der Klasse 3 besonders eindrucksvoll und bot eine Menge Spannungspotenzial für alle Zuschauer. Die Plätze 2-4, die an Lukas, Gaspar, und Ong gingen, verweilten in einer Spanne von 2 Hundersteln. Pohl hatte in Cheb das Nachsehen und musste sich mit Startplatz 5 und einem Abstand von knapp 1 sec. begnügen. In der Klasse 2 Supersport war es dieses Mal F. Berkthold, der sich in zwei ausgezeichneten Qualis an die Spitze des Starterfeldes vor Schröder, Brüggeshemke und Kückmann platzierte. In der Klasse 1  Rookies war es Stefanutto, der sich auf Platz 1 vor den bekannten Gaststartern R. Richter und A. Müller katapultierte. In der gemeinsam startenden Klasse 4-7 war es J. Bartsch, der am gesamten Verfolgerfeld vorbeistach und die Pole hinter Shahin, Arnault und Göttlicher sicherte. Die Startaufstellung in den einzelnen Klassen versprach eine Menge Rennpotenzial für den Rennsonntag.

Endlich war es in Cheb auch soweit die Langstreckenmeisterschaft 2017 zu beginnen. Dabei zeichnete sich im Rennverlauf recht früh ein klares Bild ab. Das RMU Team Germany konnte nach anfänglichem Verlust der Pole schnell wieder den ersten Platz erobern. Von dem Moment an, dominierten Bähr und Göttlicher das Feld nach Belieben. Auf dem zweiten Platz folgte das Team 69 mit insgesamt 16 Runden Rückstand. Auf den dritten Rang musste sich Rough Ryder geschlagen geben. BeimB2Blastic war es dann in Runde 48 soweit, dass das Team mit technischem Defekt ausfiel.

Start frei für den Rennsonntag:

Diese Aufforderung wurde in der Klasse 1 der Rookies etwas zu ernst genommen. Noch bevor die Startampel erloschen, fuhren schon die ersten Fahrer an und produzierten einen Fehlstart. Besser lief es dagegen für Rene Richter, der direkt an die Spitze des Feldes fuhr. Stefanutto konnte seine Leistung des Samstages nicht bestätigen und musste sich im ersten sowie im zweiten Rennen dem schnelleren Fahrerfeld geschlagen geben. Das ganze Feld war bis zur 6 Runde derart in Positionskämpfen, dass es schwer viel, den Überblick zu behalten. Danach beruhigte sich das Anfangsdurcheinander und es war J. Öszari die sich Platz 2 vor A. Dittmar eroberte. Dahinter folgte dann M. Hering. Am Erstplatzierten R. Richter war jedoch kein Rankommen, sodass dieser souverän gewann.

Im zweiten Rennen war dann etwas mehr Ruhe beim Start angesagt. Auch hier nutzte Richter seine Chance und fuhr direkt auf Platz 1 vor. Auch A. Dittmar profitierte von einem guten Start und heimste den zweiten Platz ein. Dahinter folgten spannende Zweikämpfe. Insbesondere um die Position 4-6 entwickelten sich spannende Fights. Trafis war dabei derjenige, der sich im letzten Drittel den dritten Podiumsplatz sicherte. Dahinter folgten Özsari, Hüskes und Stefanutto.

Gesamtwertung Kl. 1 Rookies: 1. R. Richter – 2. A. Dittmar – 3. J. Özsar

Das Rennen der Klasse 2 wurde, mit Blick auf Templin, mit Spannung erwartet. Von der Pole kam F. Berktold gut weg.  Dennis Kückmann war Ihm vom Start weg dicht auf den Fersen und nutze dann in Runde 9 seine Chance zum Überholen, sodasss dieser knapp mit 2 sec. Vorsprung gewann.  Dahinter war es Falkowski, der von Platz 5 erst Marc Brüggeshemke und danach auch noch Mirko Schröder überholte und auf Platz 3 landete. Brüggeshemke und Schröder lieferte sich einen spannenden Zweikampf, wobei am Ende Brüggeshemke die Nase vorn behielt.

Im zweiten Rennen merkte man gleich, dass sich Berktold anders behaupten wollte. Dieser nutze seine gute Ausgangsposition am Start und blieb bis zum Ende des Rennens auf der ersten Position. Damit war der Tagessieg sicher und auch wichtige Punkte für die Meisterschaft eingefahren.  Im zweiten Rennen war es M. Brüggeshemke, der sich gleich auf Position 2 vorschob und diesen zweiten Platz nicht mehr hergab. Bei Schröder lief es weniger gut. Dieser wurde zu Beginn auf den 6 Platz durchgereicht und konnte sich nur mühsam auf den vierten Rang vorfahren.  Falkowski konnte dieses Mal nichts ausmachen und landete trotz mehrmaliger Eroberung des 4 Ranges nur auf Platz 5.

Gesamtwertung Kl. 2 Supersport: 1. F. Berktold – 2. M. Brüggeshemke

Mit Spannung wurden die Rennen in der Expert-Klasse erwartet. Schnell zeigte sich, dass es einen Dreikampf zwischen Gaspar, Harder und Lukas in beiden Rennen werden würde. Harder legte schon am Samstag einen Speed vor, den keiner mitgehen konnte. Dennoch nutze A. Lukas den Start für sich und verwies Harder auf Platz 2. Die beiden kämpften auf der letzten Rille und in Runde Sieben versuchte es Harder in der Haarnadelkurve und stach in der letzten Sekunde rein. Lukas konnte daraufhin einen Sturz nicht vermeiden und musste Harder vorbeiziehen lassen. Doch es sollte noch Verrückter werden. Nur gut eine Runde später drehte sich das Blatt, nachdem Harder stürzte und  Lukas wieder an sich vorbei ziehen lassen musste. Der größte Profiteur des Rennens war jedoch Gaststarter A. Gaspar. Dieser nutze die turbulenten Szenen und konnte von Platz 5 gestartet, den ersten Platz erobern. Besonders heikel wurde es dann, nachdem der Rennleiter A. Lukas noch eine    5-sek-Zeitstrafe für Frühstart aufbrummte. Und so lautete der Zieleinlauf: Gaspar, Lukas und Harder.

Vor zweiten Rennen stellte sich so ziemlich jeder die Frage, wer wohl den Dreikampf gewinnen würde. Die beste Antwort darauf fand A. Lukas. Harder musste seine Pole an Lukas abgeben und von dort an wurde es ein Herzschlag-Rennen. Keinen Meter schenkten sich die beiden Kontrahenten. Reifen an Reifen ging es durch jede Kurve und fast immer hatte man das Gefühl, gleich hat Harder Lukas im Sack. Aber der dachte gar nicht dran Platz zu machen und verteidigte den ersten Platz respektabel. Mehr Spannung ging für die Zuschauer nicht und so betrug auch der Abstand beim Zieleinlauf nur ein Wimpernschlag mit 0,154 sek. Abstand. Wow! Dabei war in Schlagdistanz auch der zweite Verfolger nicht weit. A. Gaspar fuhr mit knapp 5 sec. nicht weit vom Führungsduo entfernt und wartete nur auf einen Sturz beider Rivalen. Am Ende blieb es dann dabei. Lukas vor Harder und Gaspar. Dahinter folgte K. Pohl, der in der Mitte des Rennens noch an Ong vorbeiziehen konnte.

Gesamtwertung Kl. 3 Expert: 1. A. Lukas – 2. A. Gaspar – 3. M. Harder

Die Supramatic´s waren im Vergleich zu Templin dünn besetzt, sodass Zehe leichtes hatte, den Sieg einzufahren. Beide Fahrer passten dann aber im zweiten Rennen.

Gesamtwertung Kl. 4 Supramatic: 1. H. Zehe – 2. J. Gronow

Shahin und Bickell traten in beiden Rennen zum Duell an. Jedoch musste S. Bickell, wie schon in Templin, sich dem Speed von Shahin geschlagen geben, der mit Zeiten der Expertklasse brillierte.

Gesamtwertung Kl. 5 BigBore: 1. R. Shahin – 2. S. Bickell

In Kl.6 kämpften Bartsch und Bähr um die Tageswertung. Dabei konnte A. Bähr in der 6. Runde den Zwischenfall von Bartsch nutzen und an diesem vorbeiziehen. Für J. Bartsch reichte es dann trotz Aufdrehen, nicht mehr, um Bähr noch zu erwischen. Braun kam leider nicht ins Ziel.

Im zweiten Rennen drehte sich dann der Spieß. J. Bartsch zeigte Bähr seinen gesamten Speed und so musste sich dieser der Geschwindigkeit geschlagen geben. Auf Platz 3 landete M. Braun.

Gesamtwertung Kl. 6 BMC-GP:  1. J. Bartsch – 2. A. Bähr – 3. M. Braun

Bei den Pitbikes war erstmalig der Nachwuchsfahrer L. Göttlicher am Start. Das Ausnahmetalent aus Bayern zeigte mit seinen unglaublichen 10 Jahren, dass die EST nur als Übung für die große Rennserie diente. In beiden Rennen deklassierte dieser das Verfolgerfeld und lies auch den erfahrenen Fahrern wie Arnault und Quast keine Chance. Im ersten Rennen konnte Arnault knapp vor Dammert den zweiten Platz einfahren.  Im zweiten Rennen war es Quast, der sich auf Platz zwei vor J. Dammert setzte.

Gesamtwertung Kl. 7 PitBike: 1. L. Göttlicher – 2. A. Quast – 3. J. Dammert

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