EST
28Jun/17Off

Internationale Besetzung beim 3. Lauf der European Scooter Trophy in Spa-Francochamps (Belgien)

Am vergangenen Wochenende versammelten sich Deutsche, Franzosen, Niederländer und Belgier, um gemeinsam den dritten Wertungslauf zur European Scooter Trophy in Spa-Francochamps auszurichten. Es war der erste gemeinsame Auftakt der belgischen und deutschen Meisterschaft. Mit Spannung wurde erwartet, wie sich zwei, z.T. sehr unterschiedliche Fahrerfelder, zusammen organisieren lassen. Das Fazit vorweg genommen, es hat reibungslos funktioniert. Obwohl so manch ein Fahrer sich erstmal an die andere Struktur der Veranstaltung gewöhnen musste. Normalerweise ist der Samstag bei der EST dem freien und Zeit(Training) vorbehalten. In SPA jedoch war der Samstag nur für das freie Training reserviert. Die eigentliche Veranstaltung begann erst mit dem Zeittraining für die Langstrecke ab 19:00. Zuvor bestand die Chance zum Trainieren nach Einstufung der persönlichen Schnelligkeit. Es wurde gefahren in der Einteilung: slow/medium/fast und Super Moto. Und das Fahrerfeld am Samstag war trotz paralleler TT in Assen richtig gut gefüllt. In der Spitze waren mehr als 100 Fahrer am Start. Und dies war wirklich eine ganz besondere Atmosphäre unter der das freie Training in perfektem Sonnenschein durchgeführt wurde.

In der belgischen Meisterschaft, die von 2race.be veranstaltet wird, sind mehr GP´s und Pocket-Bike`s unterwegs. Bei der EST ist hingegen die Scootergemeinschaft noch eine der Größten in Europa. Und so waren die Klassen allesamt gut gefüllt. Gefahren und gewertet wurde jedoch nach dem landesspezifischen Reglement der EST sowie von 2race. Dennoch blieb die Fairness und die Rücksicht auf den Anderen nicht auf der Strecke. Es gab am ganzen Wochenende keine schweren Unfälle zu  verzeichnen.

Den Auftakt der Veranstaltung machte das Langstreckenrennen, welches ungewöhnlicherweise erst um 20:30Uhr startete. Insgesamt 15 Teams hatten sich für das Rennen gemeldet. Auch in Belgien durften die Teams mit mehreren Fahrzeugen antreten, was Viele auch taten. Um 20:30Uhr hieß es dann endlich startfrei zum Le-Mans-Start. René Hansen eröffnete als Gast das Rennen mittels belgischer Flagge. Das 1,5 stündige Rennen musste jedoch nach wenigen Runden schon wieder abgebrochen werden. Der junge Luca Göttlicher vom Team RMU stürzte nach einem Highsider und blieb regungslos auf der Strecke liegen. Gott sei Dank war nichts Schlimmeres passiert und der junge Fahrer konnte nach kurzer Erholung wieder stehen. Die Rennleitung entschied dann, dass Rennen mittels Neustart zu beginnen. Das Team RMU bekam als Verursacher des Rennabbruchs 3 Strafrunden aufgebrummt. Insgesamt war das Rennen mehr als hektisch. Wenige Runden später stürzte ein Fahrer spektakulär beim Ausfahren auf die Zielgerade. Der Streckenposten verwechselte in der Hektik die gelbe mit der roten Flagge und brach versehentlich das Rennen damit ab. Jedoch schwenkten nicht alle Streckenposten rot und so war die Verwirrung perfekt. Während einige Fahrer herausfuhren, blieben andere auf der Strecke und so wurde es ziemlich unruhig auf und neben der Strecke. Auch die Regeln bezüglich dem Fahren in der Boxengasse wurde ziemlich strapaziert und erst kurz vor Ende des Rennens wurde dies von den Verantwortlichen sanktioniert.

Am Ende des Tages blieb die EST chancenlos gegen die belgischen Fahrer. Es gewann JRT Moto 2, vor PhilMan und JRT Moto 1. Team 69 hatte 9 Runden Rückstand und landete auf Platz 11.

Tageswertung: 1. Team 69 – 2. RMU Team Germany EST

 

Der Sonntag war vom WE der anspruchsvollste Tag. Der Zeitplan wies das Programm einer Zwei-Tages-Veranstaltung auf, nur dass es diesmal 7 Klassen anstatt der 4 Klassen bei der EST waren. Aber dies hat, auch dank der Disziplin der Fahrer tadellos geklappt. Auch die unfallfreien Rennen war ein Erfolgsgarant, dass der ambitionierte Zeitplan standgehalten hat. Auch der Rennleiter Alois, der Samstag noch nicht dabei war, stellte sich als erfahrener Sportsmann heraus.

Klasse 1:

Die Startaufstellung für sich konnte René Richter gewinnen, der hinter Kruber und Loibl das Feld anführte.

Der Dreikampf des Tages bei den Rookies bestand aus Richter, Kruber und Dittmar. Kruber siegte am Start und führte das Feld an. Richter blieb aber am Hinterreifen und ließ Kruber nicht wegziehen. Dittmar arbeitete sich auf Platz drei vor und versuchte dem Duo am Hinterrad zu bleiben, hatte aber keine Chance mehr auf Platz 2. Richter nutze zur Mitte des Rennens die Chance und zog an Kruber vorbei und sicherte sich damit vor Ihm den Sieg, gefolgt von Dittmar.

Im zweiten Rennen machte es Richter besser und startete souveräner. Bis zum letzten Drittel war es ein Zweikampf zwischen Stefanutto und Hering der für Spannung sorgte. Stefanutto machte es jedoch geschickt und zog vorbei. Sascha Huskes sorgte durch doppelte Sturzeinlage noch für kurze Gelbphasen. Das dritte Drittel hatte es dann aber nochmal in sich. Dittmar klebte an Kruber dran und schaffte es in Runde 10 vorbei zu kommen. Heckel machte Hering das Leben schwer und schaffte den Positionswechsel am Ende noch. An der Spitze musste Richter den Vorsprung nur noch nach Hause fahren. Jedoch verlor dieser viel Zeit beim Überrunden, auch wegen fehlender Flaggen. Dazu kam dann auch eine abflachende Leistung, sodass Dittmar extrem schnell aufholte. Er ahnte sein Chance und nutze den Vorteil gnadenlos aus. Am Ende sollte dieser sich mit einem Platz 2 begnügen, hätte nicht Kruber eine halbe Runde vor Schluss Richter auch noch überholt. Und so siegte Dittmar vor Kruber und Richter.

Tageswertung: 1. Dittmar – 2. Richter – 3. Kruber

Klasse 2:

Pole Position für F. Berktold, der mit knapp 1 sec vor Goldenpfennig und Döß lag.

Berktold raste vom Start an vorne weg. Goldenpfennig, Döß und Kückmann hinterher. Goldenpfennig musste in Runde 4 mit technischem Defekt passen. Kückmann fuhr früh auf Pos. 2 und konnte diese Position bis zum Schluss halten. Berktold hielt Kückmann jedoch in sicherem Abstand von sich fern und konnte sich so den ersten Platz sichern. Brüggeshemke kassierte dann im weiteren Verlauf noch Döß und landete auf Platz 3. Dahinter landeten Apostel und Kostrzewa.

Im zweiten Rennen lief es für Goldenpfennig wesentlich besser. Nachdem die roten Ampel erlosch, raste er vorne weg in die erste Kurve und behauptete sein Position, dahinter folgten Döß und Berktold. Kückmann wühlte sich wie beim ersten Rennen von ganz hinten durch das Fahrerfeld. Ab Runde 5 begann ein richtiger guter Fight zwischen Berktold und Goldenpfennig um die Spitze. Keiner der beiden ließ dem anderen eine Chance und sie kämpften auf der letzten Rille. Nachdem Berktold  immer wieder versuchte an Goldenpfennig vorbeizukommen, sah dieser plötzlich in der 180° Kurve seine Möglichkeit. Er stach heftig in die Seite von Goldenpfennig. Beide hatten Mühe sich auf Ihren Scootern zu halten, konnten aber Stürze verhindern. Berktold, der bislang der Schnellste der Klasse 2 war, sollte das Rennen machen. Aber Goldenpfennig wurde stärker und stärker und hatte nach kurzer Zeit wieder den Rückstand aufgeholt. Berktold konnte durch den Druck von Goldenpfennig sein Rennen nicht fahren. Und so war es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich Goldenpfennig eine Chance zum Überholen ausgemacht hatte. In Runde 10 war es dann so weit und er zog souverän und fair vorbei. Kückmann, der durch´s Feld pflügte konnte bis auf das Führungsduo aufschließen. Am Ende fehlten dann ein paar Runden, um nochmal anzugreifen. Der Verlierer des Rennens war Marc Döß. Dieser musste noch Schröder und Brüggeshemke vorbeiziehen lassen und kam nur auf Platz 6.

Tageswertung: 1. Berktold – 2.Kückmann – 3. Brüggeshemke

Klasse 3:

Nachdem Rennen in Cheb wurde mit Spannung auf das Duell Lukas und Harder geschaut. Aus dem Zeittraining kam jedoch K. Pohl als bester Stammfahrer hervor, der sich neben Roufs und Delchevalerie den Platz in der ersten Reihe sicherte.

Vom Verfolgerfeld konnte sich Roufs relativ schnell absetzen. Dahinter wurde es jedoch enger. Delchevalerie ließ jedoch nichts anbrennen vor von Donderen und Continaut. Im Spitzentrio der EST konnte sich Lukas durchsetzen, der mit einem 5ten Platz wichtige Punkte vor Pohl sammelte. Für Harder lief es schlechter. Der hatte nach seinem Einschlag am Samstag, auch am Sonntag kein Glück und musste das erste Rennen in der zweiten Runde quittieren.

Im zweiten Rennen lief es dann für Lukas noch ein Stück besser. Dieser machte vom Start weg Plätze gut, während seine beiden Konkurrenten schwächelten. Pohl konnte den Speed der Führungsriege nicht mitgehen. Harder kassierte Pohl auf der Gerade, stürzte dann jedoch. Auch für Pohl lief es nicht besser, der auf den 6ten Platz durchgereicht wurde. Roufs an der Spitze fuhr hingegen eine Bestzeit nach der Anderen. Was er am Ende mit 50.189 sec in der 13ten Runde nochmal unterstrich. Lukas sicherte sich nach einem Runden andauernden Fight den zweiten Platz. Van Donderen gab jedoch nicht auf und nahm Lukas ins Visier. Drei Runden dauerte insgesamt der Fight. Lukas besonnen, ließ sich jedoch nicht zum Sturz hinreißen, sondern gab den zweiten Platz frei, um sich die wichtigen Punkte für die Meisterschaftswertung zu sichern. Für Harder reichte es am Ende nur für Platz 7.

 

Tageswertung: 1. Roufs – 2. Lukas – 3. Continaut

Klasse 4 u. 5:

Keine Starter in SPA.

Klasse 6 – BMC-GP:

Als Einziger gestartet, musste Achim Bähr nur gegen den technischen Defekt kämpfen. Allerdings startete dieser mit der Klasse ProtoGP und so wurde es auch für Ihn in SPA kein Selbstgänger.

Tageswertung: 1. A. Bähr

Klasse 7 – PitBike:

Das Nachwuchstalent L. Göttlicher bewies eindrucksvoll, dass er aktuell der schnellste Mann in der Pitbike-Klasse ist. Nur der Belgier Bael Eric aus der 85sm-Cup Klasse war im direkten Vergleich schneller. Mit danach deutlichem Abstand folgte P. Fischer sowie J. Dammert. Erst auf Platz 4  folgt I. Arnaut.

Tageswertung:                 1. L. Göttlicher – 2. P. Fischer – 3. J. Dammert

Am Ende der Veranstaltung war es ein gelungener Auftakt, zwei verschiedene Rennserien mit so unterschiedlichen Fahrerfeldern zusammen zu bringen. Volle Rennklassen, viele Fights, mehr Abwechslung und ein internationales Fahrerfeld, was will man mehr. Umso mehr freuen wir uns auf die Revanche am 02./03.09 in Liedolsheim. Zu dieser Veranstaltung wird die belgische Meisterschaft zu Gast bei der European Scooter Trophy sein. Viele Fahrer in Spa haben sich schon mündlich angemeldet.

Bevor es aber soweit ist, geht`s am 15.07/16.07 am Harz-Ring weiter mit dem 4. Lauf der EST.

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