EST
2Jul/18Off

Rennbericht 3. Lauf der EST in Wittgenborn

Rennbericht zum 3. Lauf der European Scooter Trophy e.V. in Wittgenborn

 

Vom 23.06 – 24.06.2018 gastierte der Rennzirkus der EST am Vogelbergsring in Wittgenborn. Eine besondere Freude war das bunte und wirklich prallgefüllte Fahrerlager. Der 3. Lauf wurde in Zusammenarbeit mit der belgischen Rennserie 2race durchgeführt. Und so versprach der Zeitplan alleine am Samstag 11 Stunden Rennzeit! Und dies wollte sich keiner entgehen lassen. Es kamen mehr als 130 Starter aus 8 Ländern nach Wittgenborn. Ein Riesenerfolg, der für die Zuschauer spannende Rennen in vielfältigen Klassen versprach.

 

Mit dem Rennen war auch gleichzeitig die Halbzeit in der Meisterschaftssaison 2018 erreicht. Und so lohnt ein Blick auf die Meisterschaftsstände in den einzelnen Klassen.

 

In Klasse 1 Rookies by Scooter-Attack ist es Stefan Durchner gelungen das Feld zu dominieren. Der Abstand in der Tabelle ist noch nicht so groß, dafür der Abstand vom Speed auf der Strecke. In Klasse 2 SuperSport duellieren sich Falkowski und Schröder an der Spitze. Beide Kontrahenten trennen nur 4 Punkte. Vom Speed müsste auch Sperling mit oben stehen. Der war jedoch von viel Pech in den ersten beiden Läufen verfolgt. Bei den Supramatic`s führt Gronow das Feld an. Bickell konkurrenzlos in der Klasse 5. Bei den PitBikes ist es K. Arnaut, der überraschend ganz oben steht.

 

Und die ganz besondere Note vergibt die Klasse 3 Expert by Scooter-Attack. Was waren das für irre Fights in den ersten beiden Rennen. An der Spitze gab es einen regelrechten 5-Kampf. Und es war nie abzusehen, wer am Ende die Nase vorn hatte. Pohl der häufig der Schnellste im Feld war, musste sich in den Rennen zuweilen Borowski geschlagen geben. Der wartete mit einem enormen Speed, insbesondere in der zweiten Rennhälfte auf und musste bisher nur geduldig auf seine Chance warten, indem er immer wieder den Druck auf den Vordermann erhöhte. Auch Harder, der Zweitplatzierte,  spielt eine entscheidende Rolle um den Platz an der Meisterschaft mit. Die Kampfansage an den aktuellen Meister Andreas Lukas von Jüterbog, konnte man in den bisherigen Rennen gut spüren. Allerdings führten Stürze dazu, dass Harder sich selbst um wichtige Punkte brachte. Auch die dänischen Starter Simonsen und Svendsen sollte man auf der Rechnung haben. Denn hinter dem Spitzentrio lauern diese auf Ihre Chance.

 

Bevor es jedoch in die Rennen ging, hieß es erstmal die beste Ausgangsposition im Zeittraining zu erfahren. Folgende Platzierungen standen nach den Zeittrainings fest:

 

Klasse 1 - Rookies by Scooter-Attack:

 

  1. #87 Stefan Durchner
  2. #249 Denis D`Alessandro
  3. #37 Maik Hering
  4. #123 Nick Heckel

 

Klasse 2,4+5 – SuperSport:

 

  1. #13 Sascha Sperling
  2. #40 Mirko Schröder
  3. #17 Philip Hasemann
  4. #11 Chris Falkowski

 

Klasse 3 – Expert by Scooter-Attack:

 

  1. #58 Marc Harder
  2. #111 Kevin Pohl
  3. #74 Attila Gaspar
  4. #118 Patrick Borowski

 

 

Am Samstagabend wurde dann ein neuer Teilnehmerrekord beim Langstreckenrennen erzielt. Insgesamt 26 Teams ließen die Boxengasse aus allen Nähten platzen. Dies lag auch daran, dass die Mitbewerber von 2race mehrere Fahrzeuge zulassen. Und so war gefühlt das ganze Fahrerlager auf den Beinen, um sich für das 3-Stunden-Rennen vorzubereiten. Pünktlich, um 16:15 schwang der Rennleiter die Deutschlandflagge und der Vogelsbergring bebte für die nächsten 3 Stunden. Neben dem vollen Fahrerfeld, vielen Überholvorgängen, war dieses Rennen geprägt von einem tollen Vierkampf an der Spitze des Feldes. Mehr als die Hälfte des Rennens lagen GT Racing, B2plastics, HK3 und Team 69 alle in einer Runde. Jeder lauerte nur auf den Fehler des Anderen und mit den Fahrerwechseln waren auch spannende Wechsel an der Spitze zu verzeichnen. Am Ende behielt B2plastics wieder die Nase vorne und konnte den Vorsprung in der Meisterschaft ausbauen. Dahinter landete Team 69 vor König Motorsport. Platz 4 ging an GT Racing, die mit technischen Problemen im letzten Drittel kämpften und Ihren Spitzenplatz abgeben mussten. Platz 5 nimmt 2RSperformance ein.

 

Rennsonntag:

 

Klasse 1: Rookies by Scooter-Attack:

 

Stefan Durchner von Pole war im ersten Rennen nicht zu schlagen. Auch Sascha Schnelle, als Ersatzstarter dabei, konnte Durchner nicht gefährlich werden. Umso wilder wurde es dahinter. Hasemann, Alles und Krei kämpften um die dritte Platzierung im Rennen. Vom Speed lagen alle drei dicht beieinander. Und die besondere Aktion des Rennens lag am großen Starterfeld. Schon nach drei Runden begannen die ersten Überrundungen. Und damit wurde es spannend, wer am ehesten einen kühlen Kopf behielt und die noch teilweise unerfahrenen, langsamen Fahrer besser einschätzen konnte. Durchner und Schnelle ließen nichts anbrennen. Am Ende landete Hasemann auf dem dritten Platz im ersten Rennen.

 

Im zweiten Rennen ging es wieder für Durchner vorneweg, gefolgt von S. Schnelle. Dieses Mal hatte jedoch M. Krei die bessere Ausgangssituation und fuhr sich auf den 3 Platz vor. Dieser konnte sogar gegen das Verfolgerfeld einen respektablen Abstand herausfahren und damit die Position gegen Hasemann und Heckel verteidigen.

 

Gesamtwertung Klasse 1 - Rookies by Scooter-Attack:

 

  1. 50 Pkt. Stefan Durchner
  2. 29 Pkt. Julian Hasemann
  3. 27 Pkt. Marco Krei

 

!Als Ersatzfahrer fuhr Schnelle außerhalb der Wertung!

 

 

Klasse 2: SuperSport:

 

An der Spitze sollte es rund gehen, so war schon die Zeichen im Zeittraining zu deuten. Sperling, Schröder, Falkwoski und P. Hasemann waren die Schnellsten. Doch in der Startaufstellung gab es schon die ersten Konflikte. Hasemann zu spät am Vorstart, musste aus der seitlichen Box starten. Sichtlich verärgert nahm er die Verfolgung von hinten auf. Bei über 23 Fahrern durchs Fahrerfeld zu peitschen, war jedoch nicht so einfach. Und so musste er richtig fighten. Die Aussicht auf ein paar Punkte wurde jedoch nach einem Sturz in 8 Runden ausgelöscht. Hasemann musste für das erste Rennen aufgeben. Auch für Sperling lief es nicht gut. Nach Sturz musste der sich im Mittelfeld wieder einsortieren. Dies nutze Schröder, um vorne wegzufahren. Falkowski gab alles und kämpfte auf der letzten Rille, am Ende konnte er Schröder jedoch nicht mehr gefährlich werden. Ein tolles Rennen lieferte Beerhues. Der fuhr unbeeindruckt der Ereignisse ein gutes Rennen und landete verdient auf Platz 3.

 

Im zweiten Rennen lief es etwas ruhiger ab. Schröder vorne weg. Beerhues konnte seine Leistungen aus dem ersten Rennen nochmal steigern und sich sogar gegen Falkowski behaupten. Der sicherte sich auf Platz 3 liegend wichtige Punkte für die Meisterschaft. Sperling konnte im zweiten Rennen Platz 4 vor P. Hasemann auf der Fünf einfahren. Mit diesem Ergebnis sind die Weichen für eine Meisterschaft von Schröder gestellt. Den bisherigen Vorsprung konnte Schröder weiter ausbauen.

 

Gesamtwertung Klasse 2 – SuperSport:

 

  1. 50 Pkt. Mirko Schröder
  2. 36 Pkt. Julian Beerhues
  3. 36 Pkt. Chris Falkowski

 

Klasse 3: Expert by Scooter-Attack:

 

Vor dem Start der Klasse 3 musste sich der Däne Simonsen abmelden. Nach einem schweren Sturz im freien Training Samstagabend lautete die Diagnose Sehnenabriss, was vermutlich das Ende der Saison bedeutet.

 

Die Fans von gutem Motorsport standen dennoch gespannt bereit zum angekündigten Vierkampf um die besten Platzierung. Sie wurden nicht enttäuscht. Nervenkitzel von der ersten bis zur letzten Runde waren garantiert. Harder hatte sich viel vorgenommen und fuhr ein super Rennen. Pohl konnte den Speed nicht bis zum Ende mitgehen uns musste sich Harder geschlagen geben.

 

Im zweiten Rennen konnte Pohl die gute Startposition nutzen, um sich vorne festzusetzen. Auch der oft gezeigte Einbruch in der zweiten Rennhälfte blieb aus. Sein schärfster Konkurrent Harder stürzte gleich zu Anfang und musste sich von hinten nach vorne fahren, was bei dem ausgeglichenen Fahrerfeld sichtlich schwer fiel. Den Sturz nutzen Borowoski und Lukas, um ganz nach vorne zu fahren. Lange Zeit konnte auch Dersch dem Feld folgen. Dieser musste dann jedoch den Scooter nach einem Sturz abstellen.

 

Gesamtwertung Klasse 3 – Expert by Scooter-Attack:

 

  1. 45 Pkt. Kevin Pohl
  2. 38 Pkt. Marc Harder
  3. 36 Pkt. Patrick Borowski

 

Klasse 4: Supramatic:

 

Wittgenborn hat gezeigt, dass die Viertakter noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Henry Zehe führte das Feld in beiden Rennen an. Dahinter konnte jeweils De Blasi und Hartung den zweiten und dritten Platz einfahren.

 

Gesamtwertung Klasse 4 – Supramatic:

 

  1. 50 Pkt. Henry Zehe
  2. 36 Pkt. Gianluca De Blasi
  3. 36 Pkt. Heiko Hartung

 

 

 

Klasse 5: BigBore:

 

In dieser Klasse startete Bickell als Einziger und blieb damit konkurrrenzlos.

 

Gesamtwertung Klasse 5 – BigBore:

 

  1. 50 Pkt. Sven Bickell

 

Klasse 6: BMC-GP:

 

Achim Bähr zeigte sein Debüt in 2018 bei der EST und freute sich auf die Konkurrenz aus der belgischen Meisterschaft. Zwei Mal brachte er es nach vorne. Ti Julian konnte nur am ersten Rennen teilnehmen und musste im zweiten Rennen passen.

 

Gesamtwertung Klasse 6 – BMC-GP:

 

  1. 50 Pkt. Achim Bähr
  2. 20 Pkt. Ti Julian

 

 

Klasse 7: PitBike:

 

In Wittgenborn war J. Schnack als Gaststarter wieder am Start. Das er schon früher die Klasse dominierte zeigte er auch dieses Rennen. Selbst J. Dammert konnte im ersten Rennen nichts entgegen setzen und musste sich mit dem zweiten Platz zur Verfügung geben. Auf Platz 3 landete Junuzovic.

 

Das zweite Rennen war durch eine Kuriosität am Vorstart geprägt. Der aktuelle Meisterschaftsführende Dammert stand am Vorstand und wollte sich rechtzeitig zu Beginn die Lederkombi anziehen. Und dann passierte etwas, was man als unmöglich bezeichnen würde. Der Reißverschluss klemmte derart, dass Dammert die Kombi nicht anbekam. Auch ein Start von hinten viel aus, da der Reißverschluss sich nicht schließen lassen wollte. Hiervon konnte Adanur profitieren, der hinter Schack auf den zweiten Platz fuhr. Dahinter kam Junuzovic.

 

Gesamtwertung Klasse 7 – PitBike:

 

  1. 50 Pkt. Joe Schack
  2. 33 Pkt. Cüneyt Adanur
  3. 32 Pkt. Mehmed Junuzovic

 

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