EST
25Apr/18Off

Rennbericht: 1. Lauf Templin 2018

Auftakt zur EST-Meisterschaft in Templin 2018

heißt glühender Asphalt, spannende Zweikämpfe und neue Rundenrekorde. Mit Spannung wurde der erste Lauf der EST am 21.04-22.04.2018 erwartet. Nachdem die Winterpause dieses Jahr gefühlt doppelt so lang war, waren die Rennbedingungen beim ersten Lauf umso optimaler. Die meisten Fahrer verbinden mit dem Templiner Wetter Regen, Hagel, Sturm und Minusgrade. Doch dieses Mal war alles anders. Der Streckenasphalt glühte schon zu Beginn des Trainings am Samstag. Viele neue Gesichter waren dabei. Insbesondere in der Klasse 1 Rookies by Scooter-Attack waren mehr als 30 Starter eingeschrieben. Die Klasse 2 SuperSport war schon in 2017 die teilnehmerstärkste Klasse und zog auch in 2018 viele Starter an. Aber der wirkliche Spannungsbogen lag auf der Klasse 3 Expert by Scooter-Attack. Der Ex-Champion Marc Harder hatte schon beim Abschluss in Jüterbog 2017 seine Revanche gegen den amtierenden Meister Andreas Lukas angekündigt. Doch ein anderer Fahrer stand am Anfang im Fokus: Patrick Borowski. Nach einer schöpferischen Pause wollte Teamchef H.Keller mit Borowski in den Zweikampf der beiden Kontrahenten eingreifen. Und dies gelang von Anfang an. Borowski raste mit absoluter Bestzeit v. 0:53.918 am ganzen Feld vorbei. Dabei konnte Ihm Lukas noch am Gefährlichsten werden, gefolgt von Harder und Pohl. Pechvogel des Tages war der amtierende SuperSport-Meister F. Berktold, der in die Experts aufgestiegen war, um sich mit den Besten zu messen. Daraus wurde jedoch nix, da dieser unglücklich im freien Training stürzte und mittels RTW versorgt werden musste. Die Diagnose am Ende war jedoch glimpflich: Prellungen. Und so musste dieser beiden anschließenden Zeittrainings zu schauen.

Die Ergebnisse des Zeittrainings nach Klassen:

 

Klasse 1 Rookies by Scooter-Attack: 1. N. Heckel; 2. D. D`Alessandro; 3. L. de Wit

Klasse 2 SuperSport: 1. M. Schröder; 2. S. Sperling; 3. D. Kovac

Klasse 3 Expert by Scooter-Attack: 1. P. Borowski; 2. A. Lukas; 3. M. Harder

Klasse 4 Supramatic: 1. H. Zehe; 2. D. Lövenich, 3. J. Gronow

Klasse 7 PitBike: 1. Tim Johnsson; 2. I. Arnaut; 3. J. Schack

 

Am Nachmittag hieß es dann traditionell startfrei zum 3h-Langstreckenrennen. Von Pole ging es für Team 69, gefolgt von Streetlights und S. Durchner. Das Team B2 Plastic nannte sich noch kurzfristig und startete mit einer Runde Rückstand. Dabei sollte sich die Nennung für B2 Plastic lohnen. Schon früh eroberte sich das Team die Spitze und gab Sie auch im Rennverlauf nicht wieder her. Runde für Runde Vorsprung fuhren Sie sich heraus. Team 69 konnte auf Platz 2 nicht beim Speed mithalten. Streetlights hatte wenig Glück und musste in der Runde 119 mit technischem Defekt aufgeben. Platz 3 eroberte sich das Team HK3.

Die Endplatzierung der Langstrecke sehen wie folgt aus: 1. B2 Plastic; 2. Team 69; 3. Team HK3.

 

Rennsonntag:

Klasse 1 – Rookies by Scooter-Attack:

In der Startaufstellung zum ersten Rennen fehlte der Trainingsschnellste N. Heckel. Dieser kämpfte mit technischen Problemen und musste das erste Rennen schrauben anstatt fahren. Dadurch war der Weg frei für D`Alessandro aus Platz 2. Bis zur Runde 3 lag er gut in Führung. Sein Speed sah gut aus, bis zur ersten Kurve n. Start-Ziel. Er stürzte und musste danach seinen Scooter in der Box abstellen. Dadurch konnte de Wit den ersten Platz erobern. Auf Platz 2 kam der Jüngste des Feldes: D. Schnelle. Angefeuert durch die ganze Boxengasse, sah das Nachwuchstalent seine Chance und gab richtig Gas und liess sich auch nicht mehr vom Dritten C. Schmitt einholen. Danach folgten Preis und Hering.

Im zweiten Rennen sahen die Zuschauer ein ganz anderes Bild. Es dominierte T. Henn, der sich von Startplatz 12 durchs ganze Feld raste . D`Alessandro hatte nach technischem Defekt und keinen Speed, um Vorne mitzuhalten und auch Heckel und Schmitt, die sich stark duellierten, konnten Henn`s ersten Sieg nicht aufhalten. Heckel verlor im 2ten Teil des Rennes an Leistung und wurde bis auf Platz 7 durchgereicht. Am Ende siegte Henn, vor Schmitt, vor Durchner. Preis und de Wit folgten auf vier und 5.

Tageswertung 1. Lauf Templin d. Klasse 1 Rookies by Scooter-Attack 

  1. Carsten Schmitt        36 Pkt.
  2. Lorenz de Witt.         36 Pkt.
  3. Torsten Henn.           34 Pkt.

 

Klasse 2: SuperSport: 

Verrücktes Rennen in der Klasse 2. Schröder auf Pole kam vom Start an gut weg. Sperling als Herausforderer crashte in Rd. 2 in den Reifenstapel und brauchte lange, um den Scooter wieder auf die Strecke zu bringen. Der Gaststarter Kovac profitierte davon und begann Schröder unter Druck zu setzen. Dieser konnte den Speed mitgehen und beide fighteten Runde um Runde. Gerade als es an der Spitze richtig spannend wurde, zerlegte sich S. Loibl in Runde 6. Da dieser nicht mehr aufstand, musste das Rennen unterbrochen werden. Nach medizinischer Versorgung erfolgte der Restart mit 25min Verzögerung. Kovac machte die beste Figur und raste auf Platz 1. Schröder hinten dran, konnte dem aber nichts entgegensetzen. Mit zunehmenden Rennverlauf wurde Schröder langsamer und musste sich am Ende Falkowski und Hasemann geschlagen geben. Platz 5 ging an. Freimüller.

Im zweiten Rennen musste Sperling kurzfristig auf eins nach dem Start früh mit technischen Problemen an die Box. Schröder auf 2 musste dem schnelleren P. Hasemann den Vortritt lassen. Auch Kovac knackte Schröder zu Beginn des zweiten Rennens. Bevor es jedoch ein Dreikampf werden konnte, schied P. Hasemann aus und damit war der Weg frei für den Slovaken Kovac. Falkowski fuhr ein starkes zweites Rennen. Am Anfang noch auf Platz 8 zurückgefallen, eroberte er sich Platz 2, auch bedingt durch die Ausfälle/Probleme an der Spitze und konnte sich damit den zweiten Gesamtplatz des 1. Laufs nach Kovac und vor Schröder sichern. Platz 4 und 5 gingen an Kostrzewa und Apostel.

Tageswertung 1. Lauf Templin d. Klasse 2 SuperSport

  1. Denis Kovac                       50 Pkt.
  2. Chris Falkowski                40 Pkt.
  3. Mirko Schröder                29 Pkt.

Klasse 4: Supramatic:

Die Fahrer der Klasse vier starteten auf Vorschlag erstmalig mit der SuperSport zusammen. Die Zusammenstellung harmonierte sehr gut, sodass beschlossen wurde, dies Konzept für die Zukunft fortzuführen. Dabei konnte sich Zehe jeweils in beiden Rennen vor D. Lövenich durchsetzen. Auf den dritten Platz kam J. Gronow.

Tageswertung 1. Lauf Templin d. Klasse 4 Supramatic:

  1. Henry Zehe                        50 Pkt.
  2. Daniel Lövenich               40 Pkt.
  3. Jan Gronow                       32 Pkt.

 

Klasse 7: PitBike:

Bei den Pitbikes startet von Pole der Gaststarter T. Johansen. I. Arnaut als letztjähriger Meister konnte auf der zwei den Speed von Johansen nicht mitgehen und fuhr im Abstand von 5 sek. Überraschend war die Leistung von Joe Schack. Auf einem dritten Platz und mit einem respektablen Abstand von mehr als einer halben Runde, konnte Schack dem Führungsduo nicht gefährlich werden.

Tageswertung 1. Lauf Templin d. Klasse 7: PitBike

  1. Tim Johansen                   50 Pkt.
  2. Ismail Arnaut                    40 Pkt.
  3. Joe Schack                          32 Pkt.

 

Klasse 3: Expert by Scooter-Attack:

Mit Spannung wurde das erste Rennen erwartet. Borowski, Harder, Lukas und Pohl buhlten um die Gunst des Podiums. Und auch die dänischen Meisterschaftsfahrer Simonsen und Svendsen wollten ein Wörtchen mit reden. Und was für ein Rennen war es. Borowski raste vom Start weg vorne weg. Dicht gefolgt von Lukas. Es sah so aus, als wenn dieser als einziger den Wahnsinnsspeed zu mindestens teilweise mitgehen konnte. Dahinter lauerten Harder und Pohl. In Runde 3 jedoch wollte Lukas zu viel und stürzte. Einmal geschüttelt ging es von Position sechs wieder ans Aufholen. An der Spitze sah es nachdem Sturz nach Langeweile aus. Bis Borowski die physikalischen Grenzen überschritt und in Runde 5 ebenfalls stürzte und in Folge dessen auf Platz 5 durchgereicht wurde. Damit war die Strecke frei für Harder. Er musste Zeit rausfahren, um den ersten Platz gegen das Verfolgerfeld zu verteidigen. Lukas, der mittlerweile sich erfolgreich auf Platz 2 vorgekämpft hatte, drohte wieder anzugreifen. Doch plötzlich stürzte dieser wieder in Runde 10 und vergab seine Chance, dass erste Rennen auf dem Podium zu beenden. Pohl profitierte davon und konnte den dritten Platz sichern. Aber was machte Borowski. Nach seinem Sturz pflügte dieser wie ein Irrer durchs Feld. Runde für Runde kassierte er Fahrer für Fahrer mit dem klaren Ziel: Harder an der Spitze zu überholen. In der 13ten Runde sollte es soweit sein. Harder konnte Borowski nichts entgegen setzen und musste sich trotz eines sehr guten Rennens mit Platz 2 zufrieden geben. Pohl auf drei, gefolgt von Svendsen und Simonsen.

Im Rennen 2 waren die Verhältnisse von Anfang an klarer. Borowski nagelte als einsame Spitze vorne vorne weg. Lukas war nach der dritten Runde aus dem Titelkampf raus und Harder auf Platz zwei musste mit einem Abstand von 5 sec. Borowski ziehen lassen. Richtig fighten musste dagegen Pohl. Dieser befand sich ab Runde 3 sprichtwörtlich im „Dänen-Sandwich“. Simonsen am Vorderrad und Svendsen am Hinterrad. Und das war zum Teil ganz eng. Keiner schenkte dem Anderen einen Millimeter Luft und so wurde es ein rundendauernder Dreikampf. Zwischendurch gestikulierten Simonsen und Pohl wild gegenseitig, wohl um zu zeigen, dass der eine sich benachteiligt fühlt. Für Pohl lohnte sich das Rennen. In Runde 8 wurde dieser belohnt und konnte endlich an Simsonsen vorbeiziehen. Danach stand auch der Dritte Platz des Podiums fest. Die Zieleinfahrt lautete wie folgt: Borowski, Harder,Pohl, Simonsen und Ludwig

Tageswertung 1. Lauf Templin d. Klasse 3 Expert by Scooter-Attack:

  1. Patrick Borowski              50 Pkt.
  2. Marc Harder                      40 Pkt.
  3. Kevin Pohl                          32 Pkt.

 

V.i.S.d.P. Andre Schwarz

(2. Vorsitzender EST e.V.)

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