EST
26Jul/18Off

Rennbericht zum 4. Lauf der EST 2018 auf dem Harz-Ring

Eine Rennserie kennt keine Sommerpause und so kamen knapp 70 Starter zum 4.Lauf der European Scooter Trophy auf dem Harz-Ring am 21.-22.07.2018. Es sollte ein aufregender Lauf werden. In allen Klassen ist noch keine Vorentscheidung in Bezug auf die Meisterschaft gefallen. Besonders das Spitzenduell zwischen Schröder und Falkowski in Klasse 2 SuperSport und der Dreikampf zwischen Borowski, Harder und Pohl in der Klasse 3 Expert by Scooter-Attack wurde mit Spannung erwartet.

Die Bedingungen am Wochenende konnten dabei nicht besser sein. Der Asphalt brannte förmlich bei knapp über 30Grad Außentemperatur. Dies konnte Marc Harder am Besten für sich nutzen und fuhr mit knapp 53.452 sek. die Tagesbestzeiten im ersten Zeittraining. Besonders erfreulich war auch die Teilnehmerzahl aus anderen europäischen die Ländern. Viele Gaststarter aus der Ukraine, Dänemark, Holland und Slowakei füllten das Feld der Teilnehmer auf, die urlaubsbedingt verhindert waren.

Die Ergebnisse des Zeittrainings sahen wie folgt aus:

 

Klasse 1: Rookies by Scooter-Attack + Klasse 7 PitBike:

  1. Julian Hasemann             57.695 sec
  2. Stefan Durchner              57.991 sec
  3. Denis D`Alessandro        58.708 sec

 

Hier überraschte J. Hasemann mit einer tollen Zeit und konnte sich die Pole sichern. Dies verhieß eine spannende neue Ausgangssituation, auch mit Blick auf die Meisterschaft, wo Durchner klar vor Hasemann führt.

 

Klasse 2: SuperSport + Klasse 4 Supramatic

  1. Chris Falkowski                55.559 sec
  2. Christian Hüser                55.578 sec
  3. Christian Kreutzmann   55.720 sec

 

Erstmalig landete der Führende M. Schröder nicht unter den ersten Drei. Dafür zeigte Kreutzmann zwei tolle Zeittrainings und konnte bis auf weniger als zwei Zehntel an Falkowski und Hüser aufschließen.

 

Klasse 3: Expert by Scooter-Attack:

  1. Marc Harder                      53.452 sec
  2. Joe Schack                          53.589 sec
  3. Patrick Borowski              53.738 sec

 

 

Langstreckenrennen:

Insgesamt 9 Teams stellten sich der 3-Stunden Hitzeschlacht. Um 14:45 Uhr schwenkte der Rennleiter Hansen die Deutschlandflagge. B2plastic kam vom Start am besten weg. Dahinter folgte What Eltz Racing, gefolgt vom HK3-Team. What Eltz Racing musste sich relativ früh zu Beginn des Rennes nach einem heftigen Sturz geschlagen geben. Somit war die Bahn frei für B2plastic. Dahinter machte HK3 ordentlich Druck. B2plastic schien das Rennen schon in trockenen Tüchern zu wissen, musste dann jedoch mit einem technischem Defekt und 7 Runden Vorsprung ausscheiden. Nachdem auch HK3 zwischenzeitlich mit technischen Problemen kämpfte, konnte Team 69 die Spitze erobern und den Vorsprung von B2plastics aufholen. HK3 konnte nach Boxenservice wieder das Rennen aufnehmen und fuhr nochmal alles in Grund und Boden, um die theoretische Chance auf Platz 1 zu wahren. Team 69 war indes jedoch schon vorne weg und nicht mehr angreifbar. Kurios wurde es auf der Ziellinie. Mit genau 3:00:08.381 winkte der Rennleiter Team 69 als Sieger ab. HK3 landete auf Platz 2. Danach schob mit 5 Runden Rückstand B2plastic den Scooter über die Linie, dicht gefolgt von Platz 4 SR Racing, ebenfalls mit 5 Runden Rückstand. Am Ende stand jedoch SR Racing auf Platz 3. B2plastic hatte eine Zeitstrafe von 10 sec. für das Überholen bei Gelb erhalten, sodass der knappe Vorsprung vor SR Racing nicht mehr ausreichte. Das Team von SR Racing freute sich über nicht geglaubten 3 Platz.

 

Rennsonntag:

Die Bedingungen am Rennsonntag waren sehr schwierig. Die ganze Nacht über hatte sich ein Sommerregen über den Harz-Ring breit gemacht. Pünktlich zum Auftakt des Rennsonntags hörte der Regen auf. Die Strecke im freien Training war jedoch noch derart nass, dass diese nur mit Regenreifen befahrbar war. Auch drohte weiterer Sommerregen im Laufe der Rennen. Die Rennleitung entschied somit die die Rennen als Regenrennen zu starten. Damit war es die Entscheidung der Fahrer, ob Sie auf Trocken- oder Regenreifen starten. Ein Abbruch würde nur im Falle einer medizinischen Versorgung eines verunfallten Fahrer stattfinden. Am Ende blieb es jedoch so trocken, dass keine Stürze durch den Nieselregen zu verzeichnen waren.

 

Klasse 1: Rookies by Scooter-Attack:

Die schwierigen Wetterbindungen waren am Start der Rookies zu berücksichtigen. Einige Starter fehlten zu Beginn, da Sie auf Trockenreifen setzen, die Strecke hiermit aber nicht befahrbar war. Da die Strecke allmählich immer weiter abtrocknete, wurden die Bedingungen für die Fahrer auf Regenreifen immer schwieriger. An der Spitze gab es zum Start einen schnellen Führungswechsel zwischen Hasemann und Durchner. Hasemann kämpfte mit den Bedingungen und dem Scooter und wurde am Ende auf Platz 5 durchgereicht. Auch Durchner konnte das Thema aus dem ersten Drittel nicht mitgehen, sodass D`Allesandro, nach einem tollen Rennen, die Spitze in Klasse 1 erobern konnte. Dahinter landete Draht, der sich durch das halbe Feld an die Spitze wühlte. Auf Platz 3 fuhr Henn.

 

Im zweiten Lauf waren die Bedingungen deutlich besser. Und auch die gefährlichen Überrundungen durch langsamere Fahrer wurden besser. Hasemann und Durchner fighteten an der Spitze in einem tollen Führungsduell, gefolgt von wechselnden Führungen. Am Ende konnte Hasemann die guten Performance aus den Zeittrainings bestätigen und fuhr auf Platz 1, direkt hinter Durchner. Nick Heckel mit guter Pace gestartet, konnte seine technischen Schwierigkeiten nicht in den Griff bekommen und musste seine Podiumschancen frühzeitig aus der Hand geben. Das gleiche galt für den Erstplatzierten D´Allesandro, dem im zweiten Rennen der Speed fehlte. Diese Chance nahm de Wit dankend an und sicherte sich den dritten Platz auf dem Podest. Hering auf 4 musste kurz vor Schluss noch Henn vorbeiziehen lassen und kam nur auf den fünften Platz.

 

Tagessieger Klasse 1: Rookies by Scooter-Attack

 

  1. Julian Hasemann                             36 Pkt.
  2. Denis D`Alessandro                       34 Pkt.
  3. Stefan Durchner                              33 Pkt.

 

Klasse 2: SuperSport

Das erste Rennen der Klasse 2 hatte es wirklich in sich. Schon im Training war der Abstand der vordersten Plätze nur ein Wimpernschlag. Und so gab es viele Kontrahenten, die um den ersten Podiumsplatz mitspielen wollten. Der größte Pechvogel war Kreutzmann, der nach einem Sturz durch das Fahrerfeld durchgereicht wurde. Falkowski an der Spitze konnte das Tempo von Hasemann und Schröder nicht halten. Hasemann konnte in der zweiten Runde nach vorne vorfahren und führte das Feld an. Dahinter Schröder, der von Kreutzmann`s Sturz profitierte und auch Falkowski früh überholen konnte. Für Kovac und Apostel waren die Rennen vorzeitig zu Ende. Schröder jagte indes Hasemann und konnte in Runde 11 die Spitze erobern. Auf Platz 3 fuhr Falkowski, gefolgt von Nabbefeld und Sperling ins Ziel.

Der Start ins zweite Rennen war turbulent. Gaststarter Berktold mit Frühstart fuhr quer durchs Feld. Bevor die Rennleitung die Szene jedoch ahnden konnte, musste die Rote Flagge geschwenkt werden. Direkt nach dem Start hat es Kreutzmann erwischt, der in Schröder fuhr. Schröder, dem kein Verschulden traf, konnte ohne Sturz weiterfahren. Kreutzmann hingegen schlug hart auf den Asphalt auf. Die anschließende ärztliche Versorgung dauerte länger und sorgte dafür, dass die Fahrer knapp 45 min in der Hitze ausharren mussten. Nachdem Neustart ging es vorne weg für Hüser, der im ersten Rennen nicht antrat. Auch P. Hasemann gelang ein guter Start und landete auf Platz 2. Dahinter kassierte Kovac relativ früh Schröder und zeigte Ambitionen auf die vorderen Plätze. Falkowski kämpfte mit Kovac um den dritten Platz. Schöne Positionswechsel waren die Folge, am Ende war Kovac auf der Bremse einen Tick schneller. Kovac motiviert durch den Zweikampf mit Falkowski wollte sich auch P. Hasemann holen. Kovac wollte aber zu viel und verbremste sich deutlich. In der Folge fuhr er Hasemann ins Hinterrad, der daraufhin stürzte. Hasemann konnte seine Fahrt zwar fortsetzen, musste sich wenig später mit technischem Defekt in Folge des Sturzes, genauso wie Kovac, geschlagen geben. Davon profitierte Falkowski. Auf dem sicheren 2. Platz stürzte Falkowski nach Start- und Ziel. Schröder und Berktold nutzen dies aus und belegten Platz 2 und 3. Hüser fuhr vorne weg ein einsames Rennen und siegte tadellos.

 

Tagessieger Klasse 2: SuperSport

 

  1. Mirko Schröder                              45 Pkt.
  2. Chris Falkowski                               29 Pkt.
  3. Florian Berktold                              26 Pkt.

 

Klasse 3: Expert by Scooter-Attack

Voller Vorfreude auf einen tollen 5-Kampf fuhren die Fahrer der Expert-Klasse in die Startaufstellung. Spekuliert wurde viel, welche Rolle der Gaststarter Schack im Feld einnehmen würde. Im Zeittraining hatte es für den zweiten Platz hinter Harder gelangt. Frisch gestärkt durch Siege aus Italien, wollte dieser jedoch nach ganz oben. Bevor es zum Start ging, hieß es jedoch für Lukas erstmal hinten anstellen, da dieser zu spät in die Startaufstellung kam. Auch Brüggeshemke hatte kein Glück. Dieser kämpfte schon das ganze WE mit technischen Problemen und musste bis zu letzt am Scooter schrauben. Ganz erfolgreich war er nicht, denn zum Start zottelte er nur langsam hinterher. Dem Start gelang Schack deutlich am Besten. Er setzte sich direkt vor Harder und hielt das Feld auf 2-3 sec. Abstand. Im Dreikampf dahinter ging es hoch her. Harder vorne, dahinter Borowski und Svendsen. Borowski deutlich schneller in den Kurven, kam an Harder auf den Geraden nicht vorbei. Dahinter drückte Svendsen und lauerte auf eine Chance aus dem Zweikampf vor ihm. Am Ende konnte Harder Borowski und Svendsen nicht hinter sich halten und musste die beiden ziehen lassen. Aufregung gab es nochmal in Rd 14 im Zweikampf zwischen Lukas und Dersch. Lukas brachte Dersch zu Fall. Die Rennleitung wertete dies nach Rücksprache mit beiden Fahrern als Eingriff in den Wettbewerb und bestrafte Lukas mit 10 sec. Zeitstrafe.

Im Zweiten Rennen wollte Harder von der Pole Position nochmal angreifen. Jedoch gab es schon in der Warm-Up-Runde technische Probleme. Harder musste beim Start passen und schob in die Box zurück. Mit 5 Runden Rückstand kam Harder nochmal auf die Strecke. Es reichte jedoch nicht, um noch 75% Renndistanz zu erreichen. An der Spitze war es wieder Schack, der allen davon raste. Pohl erwischte im 2 Rennen einen deutlich besseren Start. Auf Platz 2 liegend behauptete dieser sich gegen ein starken Borowski. Der jedoch keine Chance sah, an Pohl vorbeizukommen. Lukas auf Platz 4 vorgefahren krallte sich in Runde 2 Svendsen, musste danach nach Sturz in Runde 3 Svendsen und Dersch vorbei ziehen lassen. In Runde 5 begann der Nieselregen sich nochmal kurz zu zeigen, was die Rennleitung per gelb-roter Flagge dem Feld signalisierte. Dadurch normalisierte sich das Tempo auf der Strecke und die Zieleinfahrt in der Reihenfolge Schack vor Pohl, Borowski, Svendsen und Dersch war manifestiert.

 

Tagessieger Klasse 3: Expert by Scooter-Attack

 

  1. Joe Schack                                         50 Pkt.
  2. Patrick Borowski                             36 Pkt.
  3. Kevin Pohl                                          31 Pkt.

 

Klasse 4: Supramatic

Bei den Viertaktern waren am HarzRing nur Gronow und de Blasi am Start. Die deutlich schnelle Performance kam an diesem Wochenende von de Blasi. Dieser siegte in beiden Rennen deutlich vor Gronow und macht damit die gesamte Situation für die Meisterschaft in Klasse 4 nochmal spannnend. Hier wird nun ein Dreikampf zwischen Zehe, Gronow und de Blasi ausgetragen.

 

Tagessieger Klasse 4: Supramatic

 

  1. Gianluca De Blasi                             50 Pkt.
  2. Jan Gronow                                      40 Pkt.

 

Klasse 7: PitBike

In der Klasse 7 startete Adanur als einsamer Ritter und konnte sich so den urlaubsbedingten Fehlenden wichtige 50 Punkte für die Meisterschaft sichern.

 

Tagessieger Klasse 7: PitBike

 

  1. Cüneyt Adanur                                50 Pkt.
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