EST

Reglement 2017


Technisches Reglement 2017

Das technische Reglement dient der Spezifizierung der Ausschreibung zur European Scooter Trophy, veranstaltet durch den European Scooter Trophy e.V., und ist für alle Teilnehmer verpflichtend. Verstöße gegen das Reglement bzw. die Ausschreibungsbedingungen können zum Ausschluss des Teilnehmers von der Veranstaltung führen.

Allgemeine Bestimmungen für alle Klassen

  1. Das Fahrzeug muss der Optik des Originals entsprechen (vollständige Verkleidung, auch Lenkerverkleidung).
  2. Der Rahmen muss dem originalen Fahrzeugtyp entsprechen.
  3. Die Motoren sind freigestellt. Es besteht keine Marken- oder Typbindung. Die Antriebsart darf dabei jedoch nicht verändert werden (z.B. Kraftüber-tragung von der Kurbelwelle über CVT-Riemenantrieb zum Zahnradsatz mit Direktantrieb des Hinterrades).Generell dürfen nur Komponenten aus dem Roller-, Motorrad- oder Kartbereich verwendet werden (z.B. Bremshebel, Lenker und Armaturen).
  4. Alle Extra- und Sonderkonstruktionen (Subframeänderungen, Verstärkungen, Lenker, Bremse, etc.) bedürfen einer vorherigen Anmeldung und Absprache beim technischen Kommissar vor jeder Veranstaltung in ausreichender Darstellung z.B. Bilderdokumentation etc.
  5. Der Haupt-. und Seitenständer und die Rückspiegel sind zu entfernen.
  6. Es dürfen keine scharfen Kanten sowie spitze bzw. verletzungsgefährdende Objekte am Fahrzeug vorhanden sein.
  7. Sämtliche Vorrichtungen oder Anbauteile dürfen nicht über die Lenkerbreite hinausragen und müssen entsprechend gesichert sein.
  8. Scheinwerfer, Blinkergläser etc. müssen entfernt, abgeklebt oder in geeigneter Form gegen Splittern gesichert werden.
  9. Das Fahrzeug muss mit einem "Motor aus" bzw. Notausschalter ausgerüstet sein (Ein Druckknopf, welcher gehalten werden muss, ist nicht ausreichend). Dieser muss vor allem für die Streckenposten gut sichtbar und zugänglich am Fahrzeug angebracht und rot gekennzeichnet sein.
  10. Der Gasdrehgriff muss selbstständig in die Nullstellung zurückkehren, wenn dieser losgelassen wird.
  11. Jedes Fahrzeug muss 2 voneinander unabhängig funktionierende Bremsen besitzen.
  12. Die Schrauben der Bremszange und Bremszangenaufnahme müssen mit Sicherungsdraht gesichert sein.
  13. Schweißarbeiten am Motorgehäuse dürfen ausschließlich zu Reparaturzwecken vorgenommen werden. Insbesondere Aufschweißarbeiten z.B. zum Versetzen von Zylinderstehbolzen oder der Vergrößerung des Einlasssystems sind verboten.
  14. Der Variomatikdeckel muss mit allen Schrauben montiert sein.
  15. Der Kickstarter muss voll funktionstüchtig und sofort selbstständig in seine Ausgangsposition zurückkehren oder demontiert sein.
  16. Drehende Elemente müssen mit einer passenden Abdeckung gesichert werden (z.B. Zündanlage).
  17. Die Öleinfüll- und Ablassschrauben müssen mit Sicherungsdraht gesichert sein.
  18. Die Auspuffanlage muss mit einem funktionierenden Endschalldämpfer versehen sein.
  19. Der Grenzwert bezüglich der Lärmemission ist abhängig von der jeweiligen Rennstrecke und den spezifischen Messpunkten. Die rennstreckenspezfischen Besonderheiten werden mit dem Veranstaltungskalender veröffentlicht. Als genereller Höchstwert gilt eine maximale Geräuschemission von 94db.
  20. Die Reifen sind freigestellt. Reifenwärmer dürfen im Fahrerlager und Boxenbereich verwendet werden. Die Verwendung von Reifenwärmern im Vorstartbereich ist nicht zulässig.
  21. Als Kühlwasser ist nur reines oder destilliertes Wasser zulässig. Die Zusätze Motul Mocool und Silcolene Pro CCA sind zulässig.
  22. Es dürfen nur von öffentlichen Tankstellen handelsübliche Kraftstoffe verwendet werden. (Kein AvGas!)
  23. Es sind nur Ansaugmotoren (Vergaser, Einspritzer) gestattet. Jegliche Aufladung oder Zusatzeinspritzung (NOS, etc.) ist verboten.
  24. Startnummerngröße mind. 10cm und deutlich les- und erkennbar am Fahrzeug anzubringen
  1. Komplette Ersatzfahrzeuge sind nicht zugelassen. Im Schadenfall muss das Einsatzfahrzeug repariert werden.
  2. Viertaktfahrzeuge (ausgenommen Scooter) müssen mit einer geeigneten Ölwanne ausgerüstet sein, welche im Schadenfall austretendes Motoröl vollständig auffangen kann. Alle Viertaktfahrzeuge müssen über einen geeigneten Auffangbehälter verfügen, welcher über die Motorentlüftung austretendes Öl vollständig auffangen kann.

Klassenspezifisches technisches Reglement

Klasse 1: Rookies (Einsteiger) 
Fahrzeugart:Elektroscooter & alle Fahrzeuge der übrigen EST-Rennklassen
Maximaler Hubraum:Scooter = freigestellt
Schalter = 250ccm
Maximale Vergasergröße:freigestellt
Fahrwerk:freigestellt
Felgengröße:freigestellt
Fahrzeugmindestgewicht:120 kg inklusive Fahrer

 

Klasse 2: SuperSport2 Takter 10"2 Takter 11"-16"4 Takter
FahrzeugartScooter mit CVT-Getriebe
Maximaler Hubraum:70ccm70ccm140ccm
Maximale Vergasergröße:19mm28mmfreigestellt
Fahrwerk:freigestellt
Felgengröße:10"11"-16"
Fahrzeugmindestgewicht:140 kg inklusive Fahrer

 

Klasse 3: Expert2 Takter 10"2 Takter 11"-16"4 Takter
Fahrzeugart:Scooter mit CVT-Getriebe
Maximaler Hubraum:70ccm70ccm140ccm
Maximale Vergasergröße:19mm28mmfreigestellt
Fahrwerk:freigestellt
Felgengröße:10"11"-16"
Fahrzeugmindestgewicht:140 kg inklusive Fahrer

Die Einschreibung in die jeweilige Klasse obliegt den Fahrern nach ihrer eigenen Leistungseinschätzung. Fahrer, welche in der letztjährigen Meisterschaftsendwertung Platz 1-3 belegt haben, müssen sich in die Klasse 3 - Expert – einschreiben (sofern ihre Fahrzeugart weiterhin den Klassen 2 – Supersport - und 3 – Expert - zuzuordnen sind) und verbleiben in dieser Klasse (gilt nicht für Klasse 1 Rookies).

Bei Fahrern, welche sich ohne Meisterschaftsendwertung Platz 1-3 in die Klasse Expert eintragen, darf der Abstand nach Abschluss des Zeittrainings beim ersten Lauf nicht mehr als 2 Sekunden zum Tagesschnellsten im Zeittraining der Klasse 3 – Expert – betragen.

Andernfalls werden diese Fahrer in die Klasse 2 – Supersport – eingeordnet.

Fahrer der Klasse 2 – Supersport- werden in die Klasse 3 – Expert – eingeordnet, wenn der Abstand nach Abschluss des Zeittrainings beim ersten Lauf weniger als 1,5 Sekunden zum Tagesschnellsten im Zeittraining der Klasse 3 – Expert – beträgt.

Der Veranstalter behält sich das Recht vor, Fahrer auch innerhalb der Meisterschaft in die entsprechende Klasse zu gruppieren, um den Wettbewerb zu wahren, auch wenn die Ergebnisse des Zeittrainings eine andere Eingruppierung bedingen würden.

Klasse 4: Supramatic2 Takter4 Takter
Fahrzeugart:Scooter mit CVT-Getriebe
Minimaler Hubraum:125ccm180ccm
Maximaler Hubraum:185ccm350ccm
Maximale Vergasergröße:freigestelltfreigestellt
Fahrwerk:freigestellt
Minimale Felgengröße:10"
Fahrzeugmindestgewicht:145 kg inklusive Fahrer

 

Klasse 5: BigBore 
Fahrzeugart:Scooter mit CVT-Getriebe
Minimaler Hubraum:71ccm
Maximaler Hubraum:124ccm
Maximale Vergasergröße:freigestellt
Fahrwerk:freigestellt
Minimale Felgengröße:10"
Fahrzeugmindestgewicht:140 kg inklusive Fahrer

 

Klasse 6: BMC GP 
Fahrzeugart:Motorroller, Pitbikes, Minibikes, Mofa, Moped, Leichtkrafträder, Motorräder (keine Supermoto, keine Pocketbikes)
Minimaler Hubraum:freigestellt
Maximaler Hubraum:250ccm
GetriebeSchaltgetriebe
Maximale Vergasergröße:freigestellt
Fahrwerk:freigestellt
Felgengröße:freigestellt
Fahrzeugmindestgewicht:freigestellt

Im Rahmen der BMC-GP können Super-Moto-Fahrer (bis max. 250ccm) als Gaststarter teilnehmen. Eine separate Anmeldung muss im Vorfeld der Veranstaltung erfolgen. Mindestteilnehmerzahl in der Klasse sind 8 Fahrer.

 

Klasse 7: Pitbike 
Fahrzeugart:Pitbike
Maximaler Hubraum:4T max. Hubraum 190ccm (+3% Toleranz)
2T max. Hubraum 85ccm (+3% Toleranz)
Fahrwerk:freigestellt, erlaubt sind nur Lenker
Max. Felgengröße:12"

Zusätzlich zum technischen Reglement gelten folgenden Besonderheiten:

  • Die Kurbelwellentlüftung muss in einen separaten Auffangbehälter führen
  • Die Fußrasten müssen so angebracht sein, dass von ihnen keine Gefahr ausgehen kann. Zum Schutz der Rennstrecken wird empfohlen die Rasten mit einem Gummi- oder Plastiküberzug zu versehen

 

Klasse 8: Langstrecke 
Fahrzeugart:alle Fahrzeuge der übrigen EST-Rennklassen
Maximaler Hubraum:Scooter = freigestellt
Schalter = 250ccm
Maximale Vergasergröße:freigestellt
Fahrwerk:freigestellt
Felgengröße:freigestellt
Fahrzeugmindestgewicht:120 kg inklusive Fahrer

Abweichungen vom allgemeinen technischen Reglement:
Schweißarbeiten am Gehäuse sind gestattet.


Ausschreibung
DMV European Scooter Trophy 2017

Der European Scooter Trophy e.V. sowie dessen Kooperationspartner schreiben als Veranstalter für das Jahr 2017 die Zweiradsportmeisterschaft DMV European Scooter Trophy (nachfolgend EST beschrieben) in den genannten Klassen aus.

 

Allgemeines Reglement

  1. Klassen/Rennablauf
  • Scooter
  • Schalterklasse

 

Die ausführliche Klasseneinteilung ist dem entsprechenden Technischen Reglement zur EST zu entnehmen. Bei zu geringer/hoher Teilnehmerzahl behält der Veranstalter sich vor Klassen im Zeitplan zusammenzufügen oder zu splitten. Die Aufteilung erfolgt in Absprache der Rennleitung mit dem Fahrersprecher.

Der Rennablauf setzt sich bei einer 2-Tagesveranstaltung zusammen aus:

  • Sprint-Klassen:

freies Training
2 x Zeittraining
2 x Rennen á 15 Runden
2 Rennen werden in einer Ehrung (Tageswertung) gewertet.

 

Alle Fahrzeuge müssen die dB-Begrenzungen von max. 94 dB einhalten!  Weitere Besonderheiten sind dem technischen Reglement zu entnehmen.

  1. Status der Rennen

Die Rennen werden als DMV-Veranstaltung durchgeführt.

  1. Teilnahmeberechtigung

Teilnahmeberechtigt ist grundsätzlich jeder Fahrer, der sich für das entsprechende Rennen rechtzeitig genannt hat, dessen Fahrzeug/Fahrer dem Reglement entspricht und rechtzeitig die Nenngebühr entrichtet hat.

  1. Zulassungsvoraussetzung / Nennung

Jeder Fahrer muss entweder über eine gültige DMV-Mitgliedschaft verfügen oder an der Veranstaltung eine DMV-Tagesmitgliedschaft erwerben. Mit der Mitgliedschaft ist automatisch ein Unfallversicherungsschutz des Fahrers verbunden. Sicherheitsausrüstung bestehend aus vollständiger Schutzbekleidung (z. B. Lederbekleidung), Handschuhe, Stiefel, separater Rückenprotektor (integrierte Rückenprotektoren in der Kombi sind nicht ausreichend) und einem Vollschutzhelm nach ECE Norm 05 sind vorgeschrieben.

Die Nennung erfolgt auf dem entsprechenden Nennformular zur EST. Das Nenngeld ist vor der Veranstaltung zu entrichten. Nennungen sind  teilnahmeverpflichtend, bei Nichterscheinen, bzw. technischem Ausfall wird das Nenngeld nicht zurückerstattet.

  1. Einschreibung EST Meisterschaft

Teilnehmer(innen) müssen sich - ungeachtet ihrer Nennung zu den einzelnen Veranstaltungen - mittels Einschreibeformular zur Teilnahme an der EST-Meisterschaft einschreiben. Einschreibeschluss ist das dritte Rennen. Die Einschreibegebühr beträgt einmalig  35,00 €. Die Einschreibung zur EST muss vor dem Rennen erfolgen.

Erst ab dem Zeitpunkt der Einschreibung in die EST erfolgt die Aufnahme in die Wertung. Eine nachträgliche Wertung ist nicht möglich. Mit der Einschreibung ist die Reservierung der Startnummer über die gesamte Meisterschaftsdauer verbunden. Startnummern werden im Vorfeld für alle Teilnehmer der EST-Meisterschaft 2016 bis zum 31.03.2017 reserviert. Die EST e.V. und der BMC e.V. behalten sich vor, Einschreibungen mit Angabe von Gründen abzulehnen. In der Langstrecke sind alle teilnehmenden Teams automatisch für die Meisterschaft eingeschrieben.

  1. Gaststarter

Gaststarter sind herzlich willkommen. Gaststarter werden jedoch nur in der Tageswertung berücksichtigt. Gaststarter erhalten im Rahmen der Fahrerbesprechung eine gesonderte Einweisung. Gastfahrer müssen eine DMV-Tagesmitgliedschaft erwerben sofern sie kein DMV-Mitglied sind. Dies ist vor Ort im Rennbüro möglich.

  1. Kostenordnung

Die Gebühren setzen sich wie folgt zusammen:

  • Nenngebühr Sprintrennen 110,00 € je Veranstaltung
  • Nenngebühr Langstrecke 140,00 € je Veranstaltung
  • Einschreibegebühr 35,00 € (Jahreswertung, Startnummernreservierung) - gilt nicht für die Langstreckenmeisterschaft
  • Protestgebühr 75,00 €
  • DMV Tagesmitgliedschaft 15,00 € (nur für DMV-Nichtmitglieder)
  • Verspätete Papierabnahme/technische Abnahme 20,00€

 

Mitglieder des European Scooter Trophy e.V. erhalten 10,00 € Ermäßigung auf die Nenngebühr pro Veranstaltung. Im Falle der Langstreckenmeisterschaft müssen dabei alle Fahrer Vereinsmitglied sein.

Je nach Veranstaltungsort können zusätzliche Kosten für Strom, Wasser- und Camping anfallen. Diese werden in der Regel vor Ort vom Streckenbetreiber erhoben

  1. Technische Abnahme / Papierabnahme

Zur Nennung muss für jede Veranstaltung eine Papierabnahme erfolgen und ein Haftungsausschluss unterzeichnet werden. Danach erfolgt die technische Abnahme, welche grundsätzlich vor jedem Rennen erfolgen muss. Zeiten und Ort der TA sowie der Papierabnahme werden im Zeitplan bekannt gegeben. Die technische Abnahme umfasst das Fahrzeug (nach Reglement) sowie die Schutzausrüstung des Fahrers. Die Schutzausrüstung muss sich zur technischen Abnahme in einem einwandfreien Zustand befinden. Ein Start ohne technische Abnahme ist ausgeschlossen. Beanstandete Mängel sind vor dem Start zu beheben. Eine erneute Abnahme muss danach erfolgen. Technische Abnahme und Papierabnahme orientieren sich an den Zeiten, die per Aushang bekannt gegeben werden. Eine verspätete Abnahme wird ohne vorherige Ankündigung mit 20€ Zusatzgebühr belegt.

  1. Fahrerbesprechung

Die Fahrerbesprechung wird am Samstag vor der Veranstaltung und am Ende des Tages zur Siegerehrung der Langstrecke durchgeführt. Die Teilnahme an der Fahrerbesprechung ist für jeden Fahrer Pflicht. Die Teilnahme des Bewerbers ersetzt in keinem Fall die Teilnahme der/des Fahrer(s). Ein Fernbleiben kann zum Ausschluss der Veranstaltung führen. Die Zeiten und der Ort der Fahrerbesprechung werden mittels Zeitplan veröffentlicht.

  1. Fahrervorschriften und Verhaltensregeln vor und während des Rennens

Dem Rennleiter obliegt die Durchführung sowie die Sicherheit des Renn- und Trainingsablaufs. Den Anweisungen des Rennleiters ist ausnahmslos Folge zu leisten. Der Rennleiter kann einem Fahrer, der gegen das technische oder sportliche Reglement verstößt, den Start verweigern, ihn mit den entsprechenden Flaggen aus dem Wettbewerb nehmen oder nach Ende des Rennens/Trainings diesen mit einer Wertungsstrafe belegen.

Am Vorstart sind Reifenwärmer verboten. Die Teilnehmer haben sich 5 Minuten  vor der im Zeitplan angegeben Startzeit des Rennens am Vorstart einzufinden. Ist dies nicht der Fall muss der Teilnehmer vom letzten Startplatz starten. Rennbeginn ist immer nach Zeitplan. Wenn das Fahrerfeld vollständig ist, kann der Rennleiter entscheiden das Rennen vorzeitig zu beginnen.

Verstöße werden wie folgt geahndet:

Frühstart = 5 sec.
Nicht rechtzeitig am Vorstart = Start von hinten
Missachtung blauer Flaggen = 5 sec.
Überholen bei gelber Flagge = 10 sec.
Verstoß gegen technischem Reglement = Ausschluss
Fahren im Fahrerlager = 50€

Nach einem Sturz obliegt es dem Fahrer seine Schutzausrüstung nachdem Rennen zu kontrollieren. Verschlissene Kombi´s dürfen mit geeignetem Material provisorisch repariert werden. Nach schweren Stürzen obliegt es dem Rennleiter den Fahrer aufzufordern dem Helm einer erneuten TA zu unterziehen.

  1. Parc Fermes

Die ersten 3 Fahrzeuge sowie ein zufällig ausgewähltes Fahrzeug müssen nach Abschluss jedes Rennens im Parc Fermes abgestellt werden. Der Parc Fermes wird bei der Fahrerbesprechung genannt. Die Freigabe des Parc Fermes erfolgt durch den Rennleiter 15min nach Abschluss des Rennes.

  1. Schiedsgericht

Einsprüche regelt in Erstinstanz der Rennleiter.

Bei Nichteinigung kann ein Protest eingereicht werden, welcher vom Schiedsgericht behandelt wird. Ein Protest kostet jeweils 75,00 € in bar und muss innerhalb von 15 min nach dem betreffenden Rennen in schriftlicher Form eingereicht werden.

Das Schiedsgericht setzt sich mindestens aus drei Personen zusammen:

  • Rennleitung
  • Fahrersprecher
  • Vorstandsmitglied des Vereins EST e.V.

 

Wird dem Protest stattgegeben, erhält der Protestgeber sein Protestgeld zurück. Über weitere Reglementierungen entscheidet das Schiedsgericht.

  1. Wertung der EST / Rennen
Punkteverteilung  
1. Platz - 25 Punkte6. Platz - 10 Punkte11. Platz - 5 Punkte
2. Platz - 20 Punkte7. Platz - 9 Punkte12. Platz - 4 Punkte
3. Platz - 16 Punkte8. Platz - 8 Punkte13. Platz - 3 Punkte
4. Platz - 13 Punkte9. Platz - 7 Punkte14. Platz - 2 Punkte
5. Platz - 11 Punkte10. Platz - 6 Punkte15. Platz - 1 Punkt

Bei Rennabbruch erfolgt eine Wertung des Rennens mit voller Punktzahl nur bei min. 75% absolvierter Renndistanz. Darunter wird die halbe Punktzahl vergeben. Eine Punktvergabe in den Sprintrennen erfolgt nur bei Erreichen der Zielflagge und mindestens 75% Renndistanz. In der Langstrecke müssen 75% der Renndistanz im Vergleich zum Erstplatzierten absolviert sein.

Gewinner der Meisterschaft ist der Teilnehmer mit den meisten Punkten. Bei Punktgleichheit zählt der direkte Vergleich der Siege. Bei Gleichheit gilt der direkte Vergleich der nachfolgenden Plätze.

Jede Veranstaltung wird gewertet in einer Tageswertung. Die Tageswertung setzt sich zusammen aus den Ergebnissen beider Rennen. Bei Punktgleichheit zählt die höhere Platzierung aus dem zweiten Rennen. Aus der Tageswertung erfolgt die o.a. Punkteverteilung separat für die Meisterschaft ohne Berücksichtigung der Gaststarter.

  1. Übernachtungsmöglichkeiten

Übernachtungsmöglichkeiten und Stellplätze, Strom und Wasser sind örtlich variabel  und zum Teil begrenzt. Eine generelle Verfügbarkeit ist abhängig vom Strecken-betreiber und kann ggf. zusätzliche Kosten verursachen.

  1. Sponsoring / gewerblicher Verkauf

Die EST e.V. hat zum Zwecke der Unterstützung des gewerblichen Handels entsprechende Sponsoring-Pakete aufgestellt, in denen Leistungen und Kosten transparent dargestellt sind. Ein gewerblicher Verkauf darf nur nach vorheriger Zustimmung durch die EST e.V. erfolgen. Das Bewerben von Marken darf nur nach Buchung eines entsprechenden Paketes erfolgen. Ausgenommen hiervon ist die Eigenwerbung an Fahrzeugen bzw. an den Einrichtungen der eigenen Box/Stellplatzes.

  1. Fahrerlagerordnung

Alle Teilnehmer, Fahrer wie Bewerber, sind verpflichtet die Anweisungen vom Veranstalter bezogen auf eine Fahrerlagerordnung unbedingt zu beachten. Zuwiderhandlung kann zum Ausschluss von der Veranstaltung führen. Im Fahrerlager ist sparsam mit dem zur Verfügung stehenden Platz umzugehen. Gegenseitige Rücksichtnahme ist unbedingt zu gewährleisten. Es gilt absolutes Fahrverbot für  Rennfahrzeuge!

  1. Presse/Fotografieren an der Strecke

Das Fotografieren an der Strecke ist nur nach Unterzeichnung eines Haftungsverzichts möglich. Das Tragen einer Warnweste ist obligatorisch und den Weisungen des Rennleiters ist Folge zu leisten. Das Betreten der Fahrbahn zum Fotografieren ist untersagt.

  1. Besonderheit des Veranstalters

Der Veranstalter kann von der Durchführung der Veranstaltung zurücktreten, wenn außergewöhnliche Umstände, höhere Gewalt oder extreme Wettersituationen eintreten. Ebenso wenn die Mindesteilnehmerzahl nicht erreicht wird oder der Rennstreckenbetreiber zurücktritt. In diesem Fall wird der gesamte Teilnahmebetrag zurückgezahlt. Der Veranstalter übernimmt keinerlei Gewähr über den Zustand der Strecke und der dazugehörenden Einrichtungen.

 


 

Reglement Langstreckenmeisterschaft
im Rahmen der DMV European Scooter Trophy

Der European Scooter Trophy e.V. sowie dessen Kooperationspartnern schreiben als Veranstalter für das Jahr 2017 die Zweiradsportmeisterschaft DMV European Scooter Trophy (nachfolgend EST beschrieben) in den genannten Klassen aus.

Startberechtigt sind alle genannten Teilnehmer und deren Fahrzeuge, die den Voraussetzungen des technischen Reglements und deren klassenbezogenen Anforderungen entsprechen.

Der Rennablauf setzt sich wie folgt zusammen:

  • Langstrecke:

freies Training

1x Zeittraining

1x Rennen á 3 Stunden, bzw. 8 Stunden

 

Alle Fahrzeuge müssen die dB-Begrenzungen von max. 94 dB einhalten!  Weitere Besonderheiten sind dem technischen Reglement zu entnehmen.

 

Kosten

  •  3- Stunden-Rennen:
    Nenngebühr Langstrecke 140,00 €, bzw. Mitglieder der EST e.V. 110€ je Veranstaltung
  • 8-Stunden Rennen:
    Nenngebühr Langstrecke 300,00 €, bzw. Mitglieder der EST e.V. 250€ je Veranstaltung

 

Es dürfen mehrere Fahrzeuge zur Langstrecke angemeldet werden. Bei mehreren Fahrzeugen gelten folgende Zusatzregeln:

  • Mit der Papierabnahme ist die Anzahl der einzusetzenden Fahrzeuge zu benennen
  • Es dürfen nach Beginn des Rennens keine neuen Fahrzeuge mehr eingesetzt werden
  • Alle Fahrzeuge müssen in der Boxengasse vor Rennbeginn bereitgestellt werden
  • Zum Vorteilsausgleich wird je zusätzliches Fahrzeug eine Zeitstrafe von 40 sek. festgelegt. Die Zeitstrafe wird zu Rennbeginn in der Zeitnahme hinterlegt.
  • Bei einem Fahrzeugausfall / technischem Defekt auf der Strecke darf nur das betreffende Fahrzeug repariert werden und muss danach 3 Runden fahren, bevor ein Fahrzeugwechsel erfolgen darf
  • Fahrzeugwechsel nur bei intakten Fahrzeugen
  • Alle Fahrzeuge eines Teams müssen zum Start dieselbe Reifenart (Slicks, Regenreifen, etc.) haben
  • Reifenwechsel bei Ersatzfahrzeugen dürfen erst dann erfolgen, wenn das eingesetzte Fahrzeug in der Boxengasse steht
  • Bei einem Boxenstopp sind die Motoren an der Einfahrtslinie auszuschalten
  • Fahrzeuge dürfen in der Boxengasse nur geschoben werden
  • Fahrzeuge dürfen nur auf einem Montageständer warm gelaufen lassen werden.
  • Die Motoren dürfen erst nachdem abgeschlossenen Service und/oder Fahrerwechsel gestartet werden.
  • Die Fahrzeuge dürfen mit gestartetem Motor bis zu festgelegten Grenze geschoben werden
  • Je Team wird nur ein Transponder ausgegeben. Transponderwechsel dürfen nur im Stand erfolgen