EST
17Aug/19Off

Rennbericht zum 3. Lauf in Wittgenborn vom 29.06.-30.06.2019

Rennbericht zum 3. Lauf der EST 2019 in Wittgenborn
Wittgenborn war der Austragungsort des 3.Laufs der EST 2019. Zu Gast war die
belgische Rennserie 2race.be. Ein großes internationales Fahrerfeld aus 8
Nationen schmückte die 1038m lange Kartbahn in der Mitte Deutschlands. 16
Klassen in 7 Gruppen, mehr als 100 Fahrer. Das roch nach Rennsport pur. Schon
zu Beginn des Wochenendes war klar, dass wird eine ganz heiße Kiste. Im
wahrsten Sinne des Wortes. Bis zu 37 Grad Außentemperatur zeigte das
Thermometer und forderte den Fahrern körperlich alles ab.
Unter den idealen Bedingungen brannten die Fahrer Bestzeiten in den Asphalt.
Die Ergebnisse des Zeittrainings zusammengefasst nach Klassen:

Klasse 1 – Rookies by Scooter-Attack:

1 .#249 Denis D’Alessandro 56.234
2. #19 Dustin Schnelle 56.808
3. #143 Lorenz De Wit 57.365

Klasse 2 – SuperSport

1. #88 Christian Kreutzmann 55.008
2. #13 Sascha Sperling 55.491
3. #87 Stefan Durchner 55.827

Klasse 3 – Expert by Scooter-Attack

1. #58 Marc Harder 53.206
2. #12 Martin Simonsen 53.667
3. #169 Yannick Ong 53.739

Klasse 4 – Supramatic & Bigbore

1. #79 Thomas Hasenberg 57.263
2. #2 Heiko Hartung 57.617
3. #243 Ralf Keppmeyer 58.810

Klasse 5 – Pitbike
1. #73 Achim Bähr 54.568
2. #191 Julien Dammert 55.307
3. #331 Patrick Rauter 58.213

Langstrecken-Rennen:

22 Teams wollten sich in der 3-Stunden-Hitzeschlacht um Wittgenborn duellieren.
Und so wurde es ziemlich voll am Start. Und obwohl 3-Stunden Zeit waren, ging
es nach Schwenken der Deutschlandflagge heiß her. GT Racing auf Pole startete
fast mit einem Highsider beim Sprung auf den Scooter. Dies nutze Team
Avalanche, gefolgt von A.K.A. Racing. GT Racing lag dahinter. Avalanche führte
das Feld knapp ein Drittel des Rennes an. Nach Boxenstopp in der 60ten Runde
übernahm Team Dekkers. Jedoch nur kurze Zeit. Durch Boxenstopps konnte sich
GT Racing wieder nach vorne katapultieren. Und danach ging es für das Team nur

noch nach vorne. Runde um Runde wuchs der Vorsprung. Hinter GT Racing ging
es zu wie im Taubenschlag. Positionswechsel Runde um Runde. Avalanche
versuchte alles um GT Racing nicht völlig ziehen zu lassen, musste aber sich dem
Speed geschlagen geben. GT Racing siegte nach 181 Runden und 3:00:11:338
Rennzeit mit 4 Runden Vorsprung. Avalanche lag auf Platz 2, dahinter kam Team
Dekkers. König Racing kam in der EST-Wertung auf den zweiten Platz vor German
PitBike.

Rennsonntag:

Klasse 1: Rookies by Scooter-Attack:
Schnelle gegen D’Alessandro lautete das Startduell. Startsieger blieb der
15jährige Schnelle. D’Alessandro und De Wit dahinter. Dahinter folgten Alles,
Hüskes, Hafke und Stephan. Das Führungstrio setzte sich vom Feld ab. Braunbeck
stürzte früh zu Beginn des Rennes. Hüskes greift sich im Verfolgerfeld Alles und
versucht am Führungstrio dran zu bleiben. Schnelle lässt sich von D’Alessandro
jedoch nicht gefährden und fährt vorne weg. De Wit hat keine Chance an
D’Alessandro vorbei zu kommen. Im Verfolgerfeld stürzte der Anführer Hüskes.
Am Ende war blieben die Platzierung bis zum Ende. Schnelle siegt souverän vor
D’Alessandro, dahinter De Wit, Hafke und Alles.
Vor dem zweiten Rennen fiel auf, dass 3 Fahrer fehlten. Klingenberg, Hüskes und
Johanshon hatten den am Samstag geänderten Zeitplan nicht gesehen. Und
somit mussten die drei Starter nach der Warm-Up-Runde ans Ende des Feldes.
Schnelle direkt vorne weg. Alles, D’Alessandro und De Wit hinterher. Bis zur
Runde 5 sah es so aus, als konnte Alles den Speed im zweiten Rennen mitgehen.
An Position 2 liegend stürzte dieser. Auch wenn es zuerst so aussah als könnte er
noch weiterfahren, so musste er kurze Zeit später mit technischem Defekt
aufgeben. Schnelle war auch im zweiten Rennen nicht schlagbar. D’Alessandro
blieb im sicheren Abstand. Dahinter cashte sich Hafke De Wit und sicherte sich
damit Platz 3. Und auch Pufahl konnte noch De Wit auf dem vierten Platz
kassieren.
Gesamtwertung Klasse 1: Rookies by Scooter-Attack:

1. Platz #19 Dustin Schnelle
50Pkt.

2. Platz #249 Denis D’Alessandro
40Pkt.

3. Platz #10 Rainer Hafke

29Pkt.

Klasse 2: SuperSport & Klasse 4: Supramatic & BigBore
Auf Pole stand Kreutzmann, der wieder top vorbereitet bis in die Haarspitzen
motiviert war. Aber auch Sperling hoffte auf einen Lauf ohne Sturz und
technischen Defekt. Nabbefeld fuhr aus dem Vorstart wieder in die Box und
startete nachträglich mit großem Rückstand. Nachdem die Ampel erlosch raste
Kreutzmann dem Feld davon. Durchner hatte den besseren Start und kassierte
Sperling. Mit Abstand folgten Loibl, Richter. Kreutzmann, Durchner und Sperling
setzten sich vom Rest des Feldes ab. Durchner und Sperling blieben jedoch
chancenlos. Kreutzmann fuhr ein absolut fehlerfreies Rennen. Richter auf Platz 4
führte das Verfolgerfeld an. Freimüller versuchte Loibl zu attackieren. Der blieb
jedoch cool und blockte alle Angriffe ab. Am Ende blieben die Position gleich und
Kreutzmann siegte vor Durchner, Sperling, Richter und Loibl.
Im zweiten Rennen setzte sich Kreutzmann wieder durch. Nabbefeld verträumte
den Start und musste viele Plätze einbüßen. Hinter Kreutzmann lagen Durchner,
Sperling, Loibl und Richter. Kreutzmann an der Spitze setzte sich vom Feld ab.

Sperling jagt Durchner. Freimüller machte Druck auf Loibl. Loibl konnte noch
gegen halten. Nach einem Sturz war der Weg jedoch frei für Freimüller. Auch
vorne schnappte sich Sperling Durchner. Während Kreutzmann bislang
konkurrenzlos fuhr, bekam Sperling nachdem Überholmanöver einen Speedkick.
Er knabberte am Vorsprung von Kreutzmann. Doch dann erwischte es Sperling
wieder. Nach einem Sturz am Posten 5 musste er wieder einmal vorzeitig
aufgeben. Damit hatte Kreutzmann freie Bahn. Durchner war schon fast durch auf
der 2, als dieser in der letzten Runde stürzte. Er rappelte sich auf und bekam den
Scooter mit Glück wieder an. Im Schneckentempo ging es hinter dem Feld über
die Ziellinie. Durch den Ausfall von Sperling sicherte er sich noch wichtige
Meisterschaftspunkte. Platz 2 errang Richter vor Freimüller.
Gesamtwertung Klasse 2: SuperSport:

1. Platz #88  Christian Kreutzmann
40 Pkt.

2. Platz  #98 René Richter
33 Pkt.

3.Platz #80 Michael Freimüller
26 Pkt.

Klasse 3: Expert by Scooter-Attack:
Harder gegen Andersen und Simonsen. Das war das Meisterschaftsduell. Im
Zeittraining zeichnete sich schon ab, dass auch Ong und Sonne ein Wörtchen
mitreden wollten. Der Start lief für Harder am Besten. Er konnte die leichten
Dänen hinter sich lassen. Dahinter platzierte sich Ong vor Simonsen, Andersen
und Sonne. Harder konnte sich von Ong absetzen. Beerhues und Lukas fielen früh
im Rennen aus. Nach 2 Runden fand Simonsen zu seinem Speed. Sofort baute er
Druck auf Harder auf. Kurz darauf war es dann soweit. Simonsen ging außen nach
Start-Ziel an Harder vorbei. Andersen tauchte dann hinter Harder auf. Der hatte
leichtes Spiel und konnte Harder mühelos überholen. Brüggeshemke schlug
zeitnah heftig in die Streckenbegrenzung ein und musste danach passen. Harder
gab jedoch nicht auf. Er blieb an Andersen dran und lauerte auf seine Chance,
sich den zweiten Platz zurück zu erobern. Harder wurde belohnt. Andersen
verbremste sich in der Schikane und Harder rückte auf Platz 2 vor. Andersen ging
sofort in den Gegenangriff und schenkte Harder keinen Meter. Ong stürzte
zwischenzeitlich in der Kurve vor Start-Ziel und konnte nicht mehr eingreifen.
Andersen`s Hartnäckigkeit war erfolgreich. Harder musste ihn gehen lassen. Zu
aller Überraschung schaffte auch noch Sonne eine Überraschung. Er überholte
aus dem Nichts Harder und fuhr auf Platz 3. Simonsen war zu derzeit schon
uneinholbar als Erstplatzierter über Start-Ziel gefahren.
Im zweiten Rennen dominierte Simonsen den Start. Harder dahinter. Sonne
konnte an den Speed aus dem ersten Rennen anknüpfen und fuhr auf Drei.
Dahinter Andersen und Lukas. Sie bildeten das erste Fahrerfeld und kämpften
Reifen an Reifen, um jeden Zentimeter. Das Verfolgerfeld führte Brüggeshemke
vor Schröder, Beerhues und Dersch an. Auch hier gab es viele spannende
Zweikämpfe, Reifen an Reifen. Sonne jagte Harder und suchte die Lücke, um an
Ihn vorbei zugehen. Harder machte sich in den Kurven ganz breit und konnte
Sonne im Schach halten. Lukas stürzte und musste danach aufgeben. Simonsen
und Harder konnte zwischenzeitlich sich etwas vom Feld absetzen. Dersch fiel mit
technischem Defekt aus. Andersen kam in der letzten Runde vorbei. Wahnsinn,
wo der noch den Speed herholt. Und für Sonne kam es dann ganz bitter. Dieser
stürzte kurz vor Schluss und vergab wichtige Punkte.
Gesamtwertung Klasse 3: Expert by Scooter-Attack:

1. Platz #12 Martin Simonsen
45Pkt.

2. Platz #60 Stefan Andersen
41Pkt.

3. Platz #58 Marc Harder
33Pkt.

 

Klasse 4: Supramatic & BigBore
1.Platz #79 Thomas Hasenberg
50Pkt.

2. Platz #2 Heiko Hartung
40Pkt.

3.Platz #16 Daniel Lovenich
29Pkt.

Klasse 5: PitBike:
Die Pitbikes startet in einer Mixklasse gemeinsam mit Klassen von 2Race.be.
Achim Bähr war in beiden Rennen der absolute Überflieger und dominierte das
Feld über alle Klassen nach Belieben. Zeitweise sah es schon sehr locker aus.
Rauter auf Platz 2 und Lang auf der Drei blieben chancenlos.
Im zweiten Rennen startete auch Dammert mit. Dadurch hatte Bähr deutlich
mehr zu tun und konnte nicht mehr so einfach davon fahren. Dammert blieb am
Ende mit 5 Sekunden Rückstand auf gebührlichen Abstand. Rauter landete auf
Platz 3 vor Lang.
Gesamtwertung Klasse 5: PitBike:
1.Platz  #73  Achim Bähr
50 Pkt.

2.Platz #331 Patrick Rauter
36 Pkt.

3.Platz #70 Benjamin Lang
29 Pkt.

Das nächste Rennen findet am 27.07-28.07 in Zielona/Gora statt. Wir freuen uns
nach 4 Jahren Pause wieder ein Rennen auf dem wunderschönen Kurs in Polen
anbieten zu können.
V.i.S.d.P. Andre Schwarz
(2. Vorsitzender der EST e.V.)

veröffentlicht unter: Berichte Kommentare
21Sep/15Off

European Scooter Trophy 2015

Der 5. Lauf in Liedolsheim hat die letzten Meister hervorgebracht

Geschafft! Eine spannende und ereignisreiche Meisterschaft geht zu Ende. Beim letzten Rennen in Liedolsheim wurde nochmal deutlich, was die EST 2015 ausgemacht hatte. Spannende Zweikämpfe, viele Gaststarter, unberechenbares Wetter und eine Party zum krönenden Abschluss.
Bevor die Pokale jedoch in die Höhe gestreckt werden durften, musste erstmal der letzte Beweis auf der Strecke angetreten werden. In einigen Klassen ging es um die entscheidenden Meister-schaftspunkte, bevor der sprichwörtliche Sack zugemacht werden konnte. Aber der Reihe nach. Der Rennsamstag begann etwas verhalten, bedingt durch Nässe auf der Strecke. Die Bedingungen verbesserten sich stetig, sodass mit dem zweiten Zeittraining die besten Voraussetzung vorlagen, eine gute Startposition für den Rennsonntag in den Asphalt zu brennen.
Um 15:30 Uhr hieß es dann, aufstellen zum 3h-Langstrecken-Rennen. Insgesamt 21 Teams waren am Start vertreten und markierten wiedermal eine hervorragende Beteiligungsquote der Langstrecke in Liedolsheim. Nachdem Le-Mans-Start hieß es erstmal Ordnung ins Feld bringen, nachdem ein Startunfall noch vor dem Überfahren der Startlinie für ein wenig Aufregung gesorgt hatte. Spannend wurde es dann nach knapp 30min. Das dunkle Wolkenband machte die Drohung ernst und es begann schlagartig an zu Regnen. Diverse Stürze waren die Folge, bei denen jedoch nichts Schlimmeres passiert war. In der Phase danach zeigte sich, wer gut vorbereitet war und schnell auf Regenreifen wechseln konnte. Für TI-Scooterracing war dies die entscheidende Schlüsselsituation, denn Sie konnten dank der verbauten Lösung auf das Demontieren des Auspuffes zum Reifenwechsel verzichten. Aber auch die Pace auf der Strecke war im Vergleich zu den anderen Teams einfach einen Tick besser. Und so verwunderte es wenig, dass TI-Scooterracing vor G16-Racing mit 7 Runden Vorsprung den Sieg nach 180 Runden einfuhr. Hinter dem Zweitplatzierten folgte dann das Team Multi-Kulti, welches mit 11 Runden Rückstand ins Ziel fuhr. Multi-Kulti eroberte sich mit dem dritten Platz die letzten 20 Punkte für die Meisterschaft und durfte sich am Ende als Sieger der Meisterschaft küren lassen. Der ärgste Verfolger 8.0-Racing, die noch eine theoretische Chance hatten, musste mit technischem Ausfall frühzeitig aufgeben. Durch den Sieg von TI-Scooterracing wurde es jedoch nochmal richtig knapp. Platz 2 und 3 waren mit 74 Punkten in der Meisterschaft punktgleich. Nur die 2 Siege in Wittgenborn und Cheb sicherten 8.0 Racing den 2ten Platz. Dahinter folgte mit 7 Punkten Abstand GT-Racing Team.

Klasse 1 – Rookies
In der Klasse 1 siegte deutlich der lättische Gaststarter Eduards Sprogis. Knapp 1800km-Anfahrt hatte er auf sich genommen und beeindruckte mit außerordentlichem Speed. Das Versprechen was er dann bei der anschließenden Siegerehrung gab, war, dass er in der kommenden Saison wiederkommt. Aber dann nicht mehr bei den Rookies. Konstanz aber auch dahinter. Toni Carstensen machte wiedermal deutlich, warum er mit so großem Abstand in der Meisterschaft führt. Da können wir schon auf den Aufstieg in die nächste Klasse gespannt sein. Dahinter folgte Marius Müller, der nach seinem Debut in Wittgenborn zwei Podiumsplätze auf dem dritten Rang einfahren konnte. In der Tagswertung folgen S. Carstensen, Bratka und Schaller. In der Meisterschaftsgesamtwertung stehen Toni und Sven Carstensen vom Yellow Racing Team an der Spitze, gefolgt von Joseph Schaller.

Klasse 2 - Scootermatic
Das mit am Abstand spannendste Duell war der Kampf um die Krone in Klasse 2. Sahin gegen Harder lautete das Dauerduell der Saison. Mit 5 Punkte Vorsprung ging Sahin in den letzten Lauf. Harder konnte nur gewinnen, um den Sieg doch noch einzufahren. Beide Kontrahenten standen sich auf Position 1 und 2 gegenüber. Der Start verlief ohne Probleme. Im Rennverlauf bildete sich an der Spitze ein richtiges 5er-Feld, welches hart um die Plätze fightete. Dabei führte Harder und Sahin lag direkt dahinter. Vom letzten Platz aus gestartet, hatte der sich noch kurzfristig genannte Sarik Roufs an das Führungsduo herangekämpft. Roufs war sich der Situation des Fights um die Plätze bewusst und lies drei Runden lang Sahin gewähren, um nicht in die Meisterschaft einzugreifen. Nachdem sich Roufs Sahin perfekt hingelegt hatte, überholte dieser auf der Start-Zielgeraden. In der dann folgenden schnellen Kurve 1 passierte es. Sahin fuhr bei dem Versuch des Zurückeroberns Roufs in den Scooter und beide kamen zu Fall. Roufs kam schnell wieder auf die Füße, für Sahin war es jedoch der Moment, in dem die Meisterschaft verloren war. Im zweiten Rennen machte Harder es dann ganz souverän und ließ auch diverse Zweikämpfe mit den Gaststartern aus der Schweiz aus, um die Meisterschaft sicher nach Hause zu fahren. Nur einmal wurde es noch knapp für Ihn. Zur Mitte des zweiten Rennens fuhr Camoglu übermütig in Kurve 5 Harder ins Rad und brachte ihn fast zum Stürzen. Den zweiten Lauf gewann dann Roufs souverän vor G. Monaya. In der Meisterschaft konnte sich Quentin Baciocchi den dritten Platz sicher. Der Schweizer kam mit 6 Punkten hinter Sahin auf den zweiten Platz.

Klasse 3 – Stage 6 Open
Zum Start durften wir ein gewohntes Bild dieser Saison bewundern. Pohl und Boese in Startreihe 1. A. Lukas lauerte direkt dahinter auf seine Chance zum Angriff. Gemeinsam mit Thiel machten Sie das Führungsquartett des Rennens aus. R. Boese hatte jedoch auch beim letzten Lauf dieser Saison wieder Pech und stürzte gleich zweimal. Der zweite Sturz vor der Gegengerade war jedoch so schwer, dass dieser bedingt durch Frakturen aufgeben und das Feld den weiteren Verfolgern überlassen musste. Der Zweikampf um die Spitze konnte Lukas für sich entscheiden und machte vor Pohl das erste Rennen klar. Dahinter landete Thiel vor Sonne. Im zweiten Rennen drehte sich das Blatt jedoch zu Gunsten von K. Pohl. Er fuhr ein tolles Rennen und ließ sich auch durch einen kurzen Sturz nicht vom Podium abbringen. Lukas dagegen konnte im zweiten Lauf nicht mehr mit der Geschwindigkeit aufwarten und musste sich mit dem 5. Platz zufrieden geben. Davon profitierte Thiel, der sich hinter Pohl den zweiten Platz in der Tageswertung sicherte. Dahinter folgten Frey und Sonne. In der Meisterschaft war dadurch der Weg frei für die erste Meisterschaft von Kevin Pohl. Lukas kam als Zweiter vor Frey dahinter.

Klasse 4 – Supramatic
Bei den Maxis war mit Ablauf des Zeittrainings schon die Position des Zieleinlaufs klar. Zehe auf 1, Hasenberg auf 2 und Hüser auf 3. So fanden sich alle Drei auch auf dem Siegerpodest bei der anschließenden Siegerehrung wieder. Dahinter folgten De Blasi, Gronow, Schanze und Ong.  Meister in dieser Klasse wurde Hasenberg, der zu Anfang der Saison sich noch gar nicht sicher war, ob er überhaupt die Saison mitfahren kann. Er zeigte durchgehend die konstanteste Leistung. Dahinter formieren sich Zehe und Schanze.

Klasse 5 – BigBore
Monaya als Gaststarter machte in diesem Lauf O. Knecht das Leben schwer. Beide fighteten volle 15 Runden. Am Ende hatte jedoch Monaya die Nase vorn und konnte beide Läufe gewinnen. Auch Startprobleme von Monaya zum zweiten Lauf konnten ihn nicht aufhalten. Da er beim Rauflassen auf die Strecke den Scooter nicht ankriegte, musste er von ganz hinten starten. Dahinter landete G. Hoffmann als Gaststarter auf Platz 3. Die Meisterschaft ging souverän an O. Knecht. Dem fehlte es einfach an Konkurrenz in dieser Saison. M.Gudaba der ärgste Verfolger konnte nicht am Rennen in Liedolsheim teilnehmen, da dieser in Folge der Grenzkontrollen nicht nach Deutschland einreisen durfte. Dieser hätte noch eine theoretische Chance beim Doppelausfall von Knecht gehabt. Dahinter landeten in der Meisterschaft Döß vor Bickell.

Klasse 6 – BMC-GP
Bei den GP´s sorgte der Gaststarter Julian Bartsch für eine Überraschung. Ohne Zeit in der Qualifikation raste dieser in beiden Läufen von ganz hinten zweimal an die Spitze. Achim Bär versuchte ihm auf dem zweiten Platz noch Paroli zu bieten, musste sich auf Grund des Leistungsunterschieds dann geschlagen geben. Dahinter sicherte sich Ismail Arnaut den dritten Platz. In der Gesamtwertung stand I.Arnaut schon vor dem Rennen als Meister fest. Achim Bär landete auf Platz zwei. Ohne den Ausfall in Polen wäre es hier sicherlich noch deutlich spannender geworden. Der dritte Platz ging an Cüneyt Adanur, der an diesem Wochenende erst technisch und dann verletzungsbedingt beim Schrauben aufgeben musste.

Den gelungenen Abschluss bildete an diesem Wochenende das Race of the Champion. Zu diesem Fight versammelten sich die Besten aus den jeweiligen Klassen zu einem ganz besonderen Leistungsvergleich über 15 Runden. Die Stimmung nach diesem Showrennen war so gut, dass bei einigen Teilnehmern der Wunsch aufkam in der neuen Saison die Klasse 2 u 3 zusammenzulegen und durch professionell und amateur-Wertungen und Läufe zu teilen. Wir werden die Idee, wie so viele andere, mit in die Konzeptüberlegung für das Jahr 2016 mitaufnehmen und im Verein diskutieren.

Wir gratulieren an dieser Stelle allen Siegern zu einer tollen Leistung!

Klasse 1 - Rookies
1. Toni Carstensen
2. Sven Carstensen
3. Joseph Schaller

Klasse 2 – Scootermatic
1. Marc Harder
2. Riad Sahin
3. Quentin Baciocchi

Klasse 3 – Stage 6 Open
1. Kevin Pohl
2. Andreas Lukas
3. Lukas Frey

Klasse 4 – Supramatic
1. Thomas Hasenberg
2. Henry Zehe
3. Michael Schanze

Klasse 5 – BigBore
1. Oliver Knecht
2. Martin Gudaba
3. Marc Döß

Klasse 6 – BMC-GP
1. Ismail Arnaut
2. Achim Bär
3. Cüneyt Adanur

Langstrecke
1. Multi-Kulti
2. 8.0 Racing
3. TI-Scooterracing

 

Der Blick richtet sich an dieser Stelle auf die neue Saison. Wir sind schon mitten in der Planung und wollen frühstmöglich den Rennkalender 2016 fertig stellen, damit alle Teilnehmer und Helfer Planungssicherheit haben. Wer sich daran beteiligen möchte, ist herzlich eingeladen uns Feedback per Befragungsbogen zukommen zu lassen oder tritt idealerweise in den Verein EST e.V. ein und sichert sich damit ein Mitspracherecht über die Ausrichtung der kommenden Saison!

Ich persönlich freue mich auf eine gelungene Fortsetzung mit der EST-Meisterschaft 2016!

Es grüßt Euch motorsportlich
Andre Schwarz

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22Jul/15Off

3. Lauf der EST 2015 – Die Hitzeschlacht vom Vogelsbergsring

Vom 04.07 – 05.07.2015 versammelte sich die Scooter-Elite am Vogelbergsring in Wittgenborn (Hessen) zum 3.Lauf der Scootermeisterschaft 2015. Nicht weniger als 38° Grad war die Prognose im Vorfeld, die dann über das ganze Wochenende Bestand hielt. Das versprach jede Menge Grip für spannende Zweikämpfe auf der Strecke. Die Fahrer behielten trotz der Hitze einen kühlen Kopf und so diente der am Ende der Veranstaltung der Krankenwagen nur als Statist.

Klasse 1 Rookies:
Das Yellow-Racing-Team mit Toni und Sven Carstensen katapultierte sich durch zwei Start-Ziel-Siege an die Spitze der Meisterschaft. Dabei war die Pace von T. Carstensen derart schnell, dass er im 1. Lauf fast A. Bär der Klasse BMC-GP noch gefährlich nahe kam. Auf den Plätzen dahinter rangelten J. Özsari und M. Müller , der in Wittgenborn ein starkes Debüt in der EST-Serie zeigte. Jenny Özsari setzte sich letztlich durch die bessere Platzierung im zweiten Lauf durch und durft damit auf dem Treppchen Platz nehmen.

Klasse 2 Scootermatic:
An der Spitze der Klasse herrscht ein regelrechter Vierkampf zwischen Baciocchi, Shahin, Harder und Apostel. Dabei war M. Harder der Pechvogel des Sonntags, der gleich mehrmals in beiden Rennen stürzte und sich immer wieder nach vorne kämpfen musste. Davon profitierte im ersten Lauf R.Shahin, der diesen souverän vor Baciocchi und M. Harder gewann. Im zweiten Lauf mussten sich jedoch Harder und Shahin dem starken Schweizer Baciocchi geschlagen geben, nachdem beide Kontrahenten nach einem Überholmanöver von Harder in Kurve 5 kollidierten. Harder mit einer Radlänge voraus hatte keinen Platz mehr zum Ausweichen nachdem Shahin die Tür zu machte. Dahinter folgten Camoglu und Apostel. Für das nächste Rennen in Cheb trennen die ersten Dreiplatzierten nur 12 Punkte, sodass wir uns auf die nächsten Fights freuen.

Klasse 3 Stage 6 Open:
Diese Klasse hatte es auch in Wittgenborn wieder in sich. K. Pohl und R.Boese von 1 und 2 gestartet, konnten die Konzentration nicht über das Rennen hoch halten. Boese schied nach Sturz in der 5 Runde vor Start- und Ziel spektakulär aus. Pohl auf 1 musste dann zur Halbzeit des Rennens seine Führungsposition nach Sturz an den Meisterschaftsersten A. Lukas übergeben. Souverän in Führung liegend hatte dieser dann technische Probleme und konnte nur mit Mühe S.Thiel und L.Frey auf Reichweite halten. Thiel der kurz vor Schluss in Schlagdistanz war, verbremste sich zwei Runden vor Schluss und musste Frey ziehen lassen. Dahinter folgten Sperling und Irmscher.
Nicht weniger spannend der zweite Lauf. Zum Start des Rennens gab es eine Massenkarambolage direkt an Start und Ziel. Dabei musste das Rennen abgebrochen werden, da durch die Stürze Teile aus dem heißen Asphalt ausgebrochen sind und neben den Teilen weggefegt werden mussten. Der Neustart glückte besser und der zweite Lauf konnte starten. Diesen Lauf dominierte K. Pohl. Die Verfolger S. Thiel und R. Boese fielen dabei jeweils nach Stürzen aus. Der Verfolger A. Lukas hatte hingegen mit Unfall und technischem Defekt zu kämpfen und wurde im Feld durchgereicht. Dafür nutze überraschend F. Sonne seine Chance und fuhr auf den zweiten Platz. Dahinter folgten Frey und Sperling. Damit trennt in der Meisterschaft K. Pohl und A. Lukas nur noch 0,5 Punkte.

Klasse 4 Supramatic :
M. Schanze dominierte den ersten Lauf und zeigte insgesamt am ganzen WE eine gute Performance. Durch einen technischen Defekt in der Einführungsrunde zum zweiten Lauf verpasste dieser den Start, konnte aber nach Reparatur noch mit 4 Runden Rückstand ins Rennen starten und somit wichtige Punkte sichern. Sieger des Tages wurde jedoch Henry Zehe, der nach Drittplatzierung im ersten Rennen, im zweiten Lauf auf die erste Position vorfuhr. Dahinter lag T. Hasenberg, der mit zwei 2. Plätzen sich auch diesen Platz auf dem Podium sicherte. Dabei war dieser schon so gut wie ausgeschieden, da ein technischer Defekt Hasenberg den ganzen Samstag lahmlegte.

Klasse 5 Big Bore:
O. Knecht und M. Gudaba fighten um die Plätze auf dem Podium. Trotz guter Leistung von Gudaba konnte O. Knecht an die Leistungen in Polen anknüpfen und sicherte sich überragend zwei Siege. Nebenbei brannte dieser noch die schnellste Rennzeit des Wochenendes mit 53.997 in den Asphalt. Dahinter folgte Marc Döß mit jeweils zwei Drittplatzierungen.

Klasse 6 BMC-GP:
A. Bär zeigte im ersten Lauf eine super Vorstellung und hielt den Meisterschaftsersten I. Arnaut auf Distanz und sicherte sich wichtige 25Punkte. Dahinter folgte A.Seel. Im zweiten Lauf lief jedoch alles für Arnaut. A. Bär musste in Führung liegend in Runde 8 mit technischem Defekt aufgeben. Damit war die Bahn frei für das Treppchen. Seel und C. Adanur kämpften dahinter um den zweiten Platz, als beide in Kurve 2 miteinander kollidierten. Beide hatten Ihre Schwierigkeiten wieder ins Rennen zu finden, am Ende gelang es jedoch Adanur den zweiten Platz einzuheimsen und auch auf dem Treppchen diesen einzunehmen.

Langstrecke:
Das Langstreckenrennen stand unter zwei besonderen Herausforderungen bei Temperaturen von fast 40°. Körperliche Leistungsfähigkeit und technische Stabilität. Besonders erfreulich waren die Gaststarter, die sich trotz der Hitze am Start versammelten. Nachdem sich 8.0 Racing in Runde 5 die Führung erkämpfte, konnte das Team trotz vieler Versuche diesen Platz über das gesamte Rennen verteidigen. Auf den Plätzen dahinter waren die Positionskämpfe jedoch wesentlich spürbarer. Multi-Kulti, TI-ScooterRacing sowie GT-Racing lieferten sich dabei spannende Zweikämpfe. Die aussichtsreicheste Position hatte dabei jedoch noch TI-Scooter-Racing, die bis kurz vor Schluss auf Platz 2 lagen. Jedoch konnte Multi-Kulti den Speed nochmal anziehen und fuhr auf den zweiten Platz und sicherte sich damit einen Vorsprung auf den Kontrahenten GT-Racing. Das 3-Stunden-Rennen wurde nach 182 Runden in Führung von 8.0 Racing abgewunken. Nur eine Runde dahinter lag MultiKulti sowie 3 Runden dahinter TI-Scooter-Racing. GT Racing konnte sich mit 6 Runden Rückstand den vierten Platz vor König Motorsport sichern.

 

Text: Andre Schwarz

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20Mär/13Off

Customshow

Am vorletzten Wochenende präsentierte sich die European Scooter-Trophy gleich auf 2 Veranstaltungen. Ein Teil fuhr nach Ottobiano (Italien) zu den Stage6 Cup Open Days und einige fuhren auf die Customshow nach Saarbrücken.

Hier ein Bericht zur Customshow Saarbrücken...

Samstag morgens klingelte der Wecker schon sehr früh im B&B Hotel in Saarbrücken, um dort noch ausgiebig frühstücken zu können und um pünktlich zum Aufbau im E-Werk Saarbrücken sein zu können.
Gegen 08:10 Uhr kamen wir dann am E-Werk an und begannen direkt mit dem Aufbau des Standes, mit 5 Leuten beim Aufbau ging es dann auch sehr schnell, sodass alles bis 09:00 Uhr aufgebaut war.

Stand der European Scooter Trophy

Die Lage des Standes war sehr gut ausgewählt, links neben uns war Ledermania Racing, daneben war MotoScoot.es. Rechts neben uns war ein Zauberer, daneben dann Scooter-Attack.

Gegen 10:00 Uhr war dann Einlass, wobei der Besucher Andrang zum Stand der EST doch recht bescheiden war, und viele sich dann doch erst einmal nur den Roller oder auch die Videos/Bilder angeguckt haben. Viele die aber mehr Interesse zeigten waren zu diesem Zeitpunkt auch noch beim Lagerverkauf wo auch der ein oder andere aus der EST das ein oder andere Schnäppchen gemacht hat.

Sascha Cloos (Deutscher Meister Kl. 5 - 2012)

Am Stand war es den ganzen Tag über sehr ruhig, und man lernte ein paar neue Fahrer der Klasse 5 kennen und einige die es vielleicht noch werden. Sascha Cloos (Meister Klasse 5, 2012) machte es sich nach dem Lagerverkauf zur Aufgabe, einige Leute zu motivieren und beantwortete viele Fragen der Interessenten. Zudem gab er ein Interview für das Magazin „Rollerszene“.
Zum Ende hin gab es dann noch eine Tombola von Scooter-Attack wo einige von uns dran teilgenommen haben, der Zauberer war die Glücksfee auf der Bühne und hatte es auch gut mit uns gemeint, so wurden dann einige Dinge dann gewonnen wie z.B. : Helm, Gasgriff, Bremsscheibe usw.
Alles in allem war es ein angenehmer Tag, man konnte viel Auskunft geben, man merkte auch das viele interessiert sind, aber die Kosten des Sports nicht decken können. Man wird gespannt sein welche und vor allem was für Rückmeldungen von den Interessenten kommen werden. Zudem konnte man vor Ort auch einige Tipps an Neueinsteiger geben, sodass diese auch noch Zeit für Veränderungen haben bevor es zum Saisonauftakt nach Belleben oder zu dem Trainingscamp auf den Harzring geht.

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